Größe: 15 – 20 cm, vereinzelt bis 28 cm Gewicht: 0,2 – 0,4 kg Fruchtbarkeit: 50000 – 350000 Eier D1 13; D2 23 – 26; D3 22 – 24; A1 28 – 29; A2 23 – 25 Verbreitung: Atlantikküste Europas, von Mittelnorwegen bis nach Gibraltar, Marokko, Nordteil des Mittelmeeres, Adria.
Beim Zwergfels berühren sich die Rückenflossen, zwischen den Afterflossen besteht eine kleine Lücke. Über dem Ansatz der ersten Afterflosse beginnt die zweite Rückenflosse. Ähnlich wie bei den übrigen Dorscharten sind die Bauchflossen bis zum Hals vorgeschoben, das Kinn trägt einen Bartfaden, dessen Länge ¾ des Augendurchmessers ausmacht, der wiederum der Schnauzenlänge gleichkommt. Der Oberkiefer ist länger als der Unterkiefer, die Schwanzflosse ist kaum merklich gewölbt. Im vorderen Körperteil senkt sich die Seitenlinie schräg nach unten zur Körpermitte hin, dort verläuft sie dann bis zum Schwanzende. Gelbbraun ist die Farbe des Rückens, grausilbrig die des Bauches und die Seiten sind hell mit einer kupfernen Schattierung.
Zwergdorsche leben in Schwärmen in Küstengewässern 30 – 300 m tief und zwar sowohl am Boden als auch im freien Wasser. Sie leben von Krustentieren und Weichtieren, große Exemplare auch von kleinen Fischarten. Häufig dienen sie selbst großen Raubfischen oder Delphinen als Nahrung.
Ihre Laichzeit ist im südlichen Areal im Winter, im Norden zu Frühjahrsbeginn. Die Weibchen bringen relativ viele, pelagisch lebende Eier hervor.
Angesichts seiner kleinen Bestände und der geringen Körpergröße ist der Zwergdorsch ohne größere Bedeutung, obwohl sein Fleisch von gutem Geschmack ist. Gefangene Fische werden zu Mehl gemahlen.