Größe: 15 - 20 cm, max. 30 cm Gewicht: 200 - 500 g, max. 1 kg Fruchtbarkeit: 10000 - 40000 Eier D II - III 7 - 8; A III 33 - 45; l.l. 48 - 54 Verbreitung: Einzugsgebiet der Ostsee, des Kaspischen und des Schwarzen Meeres sowie des Aralsees.
Vom Blei unterscheidet sich der Zobel durch seine auffällig lange Afterflosse mit mehr als 30 weichen Strahlen und durch das unterständige Maul. Markant sind auch die großen hellen Augen des Zobels. Sein Rücken ist dunkelblau und gelegentlich mit einem Stich ins Grüne. Seine Seiten sind silbergrau, die Flossen silberfarben, die paarigen Flossen jedoch heller. Es existiert eine Reihe von Unterarten, die sich in Körperform und Strahlenzahl der Afterflosse sowie in der Zahl der Seitenlinienschuppen gegenseitig unterscheiden.
Das Wachstum dieses zu den kleineren Arten gehörenden Fisches ist auch unter guten Bedingungen langsamer als das des Bleis.
Mit 3 – 4 Jahren wird er geschlechtsreif, die Zahl der Eier steigt mit der Größe des Weibchens und bewegt sich in der Größenordnung von mehreren Zehntausend. Im Mai laichen die Zobel über kiesigem Flussgrund. Zuvor wandern sie aus dem Flussdelta und dem Vorgelagerten Meeresgebiet stromaufwärts zu den Laichplätzen. Nach dem Laichen kehren die Elterntiere meist wieder zurück ins Delta und ins Meer, wo sie sich intensiv mästen.
Die Maulstellung verrät uns, dass sie sich von Bodentieren ernähren (Mollusken, Larven der Zuckmücken), sie verschmähen aber auch Pflanzen und Detrit nicht.
Die sich meist in den Unterläufen der Flüsse aufhaltenden Fische bilden niemals stärkere Bestände. Im Schwarzen und Kaspischen Meer haben sie eine gewisse wirtschaftliche Bedeutung. Man fängt sie mit Schleppnetzen und Kiemennetzen. Ihr sehr fettreiches Fleisch ist von ausgezeichnetem Geschmack und wird gesalzen oder geräuchert. Für de Angler ist der Zobel bedeutungslos.