Größe: 25 – 30 cm, in Ausnahmefällen bis 40 cm Gewicht: 0,3 – 0,7 kg, vereinzelt bis 1 kg Fruchtbarkeit: 55000 – 130000 Eier je Kilo Körpergewicht des Rogners D III 7 – 8; A III 7 – 9; l.l. 47 – 55 Verbreitung: ganz Europa mit Ausnahme des Balkans, der Apenninen- und der Pyrenäenhalbinsel.
Im Vergleich zum verwandten Döbel ist der gesamte Körperbau des Hasels viel graziler. Sein deutlich schmalerer, kleinerer und etwas zugespitzter Kopf hat große Augen und ein kleineres unterständiges Maul. Der Rücken ist graublau, die Seiten silbrig, der Bauch weißlich und die Flossen gelblich. Die Afterflosse ist schmutzig orange bis rötlich und deutlich eingebuchtet, was ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist, da diese Flosse bei Döbel konkav und kräftig rot ist. Den Schuppen fehlt die vom Döbel bekannte dunkle Umrandung auch sind sie nicht allzu fest in der Oberhaupt verankert.
Hasel bevorzugen schnell strömige, saubere Wasserläufe in der Barben- und Äschenregion. Vereinzeltkommen sie auch in Talsperren und toten Flussarmen vor, in die sie wohl mit Hochwasser gelangten.
Hasel werden gewöhnlich 7 – 10 Jahre alt und wachsen langsam. Im dritten Lebensjahr werden die geschlechtsreif und laichen im Unterschied zum Döbel nur einmal in der Zeit von März bis Mai auf sandigem oder steinigem Grund, eventuell auch auf Wasserpflanzen ab. Weibchen gängiger Größe legen Zehntausende Eier ab. Bei den Milchnern erscheinen in dieser Zeit an Körper und paarigen Flossen Laichwarzen die auch bei Kreuzungen mit dem Döbel auftreten.
Der Hasel ernährt sich überwiegend von Larven der Wasserinsekten, die er am Gewässergrund sammelt. In den Abendstunden schwimmt er zur Oberfläche, von der er die ins Wasser gefallenen Insekten absammelt.
An heißen Tage halten sich die Fische in schnellströmendem Wasser auf, Schwärme bilden sie nicht. Im Winter ziehen sie sich zu kleinen Gruppen in tiefe Wasserlöcher zurück. Ihr Fleisch ist von geringer Qualität und enthält viele feine Gräten.