Größe: 30 – 40 cm, ausnahmsweise bis 45 cm Gewicht: bis 1 kg Fruchtbarkeit: 500 – 5000 Eier D1 XIII – XV; D2 I 18 – 20; A I 11 – 14; l.l. 82 – 95 Verbreitung: im Einzugsgebiet von Dnestr und Donau.
Der gestreckte, spindelförmige, fast drehrunde Rumpf des Zingels setzt sich im relativ großen, von oben abgeflachten Kopf mit unterständigem Maul und hervorstehender Schnauze fort. Der Rumpf, ein Teil des Kopfes und des vorderen Bauches sind mit sich rau anfühlenden ctenoiden Schuppen bedeckt. Die beiden Rückenflossen sind ein Stück voneinander entfernt. Die vordere wird ausschließlich von Hartstrahlen gestützt. Im Farbkleid dominiert Gelbgrau, der Rücken hat einen leicht bräunlichen Ton. Über den Körper verteilen sich unregelmäßig dunkle Punkte. Meist sind auch vier dunkle Querbinden vorhanden, die allerdings oft kaum zu erkennen sind.
Die Zingel leben nur in Flüssen mit starker Strömung und Kies- oder Sandgrund, mit Ausnahme der Uferzone. Ihre kurzen Sprünge am Grund wirken ungeschickt, sie sind eine Auswirkung der verkümmerten Schwimmblase. Am Tag verstecken sie sich in Bodenlöchern und unter Steinen, auf Jagd gehen sie erst mit der Dämmerung. Besonders aktiv sind sie in der Nacht, wovon die überwiegend nachts gemachten Fänge der Angler zeugen.
Zingel leben zum Großteil von wirbellosen Bodentieren und kleine Fischen.
Im April und Mai legt das Weibchen große, klebrige Eier auf den Kiesgrund ab. Nach mehreren Literaturstellen sollen sie die Eier ähnlich den Lachsfischen in den Boden eingraben.
Wegen ihrer Seltenheit werden sie nur vereinzelt mit der Angel gefangen. Ihr Fleisch wird als wohlschmeckend eingeschätzt. Die Bestände sind in den letzten Jahren als Auswirkung der Wasserverschmutzung ständig zurückgegangen, so dass die Art vom Aussterben bedroht ist.