Größe: 80 – 100 cm, max. 130 cm Gewicht: 12 – 15 kg, max. 18 kg Fruchtbarkeit: 200000 – 1000000 Eier (110 – 120 Tausend je Kilo Körpergewicht des Rogners) D1 XIII – XV; D2 I – III 19 – 23; A II 10 – 13; l.l. 80 – 95; P 15 – 16; V I 5 Verbreitung: ursprünglich vom Aralsee bis zum Einzugsgebiet der Elbe. Heute auch in große Teile Westeuropas und den USA eingeführt. Zander kommen an tieferen Stellen in fließenden und stehenden Binnengewässern und in Meeresbuchten vor.
Der Zander ist in Europa, der größte Süßwasserfisch unter den Barschen. Sein Körper ist für eine rasche Fortbewegung in verschiedenen Wasserschichten ideal gebaut. Das Maul ist reich bezahnt, endständig, am Ende des Unterkiefers befinden sich zwei auffällig große und scharfe so genannte Hundszähne. Der Oberkiefer reicht bis hinter das Auge, die Seitenlinie endet anders als beim Barsch stets erst an der Schwanzflossenbasis. Der Rücken ist graugrün, an den Seiten erkennt man 8 – 12 schwarzbraune Querbinden, die sich zu den Flecken auflösen und auch auf der Schwanz- und den beiden Rückenflossen vorhanden sind. Der sonst weiße Bauch wird in der Laichzeit besonders bei den Männchen dunkler.
Die meiste Zeit des Tages hält sich der Zander am Boden versteckt. Morgens und am frühen Abend steigt er zur Jagd an die Oberfläche.
Die Laichzeit liegt meist im April und Mai. In dieser Zeit legt das Männchen eine Nestgrube von etwa 50 cm Durchmesser und 5 cm Tiefe an, in die gesäuberte Wurzelstücke kommen. Auf diese legt das Weibchen seine Eier ab, die das Männchen nach dem Schlüpfen sorgfältig bewacht und durch Wedeln der Flossen mit Frischwasser versorgt. Kurze Zeit lebt die Fischbrut von Zooplankton, beginnt aber schon mit 3 – 5 cm Länge fremden Laich zu fressen.
Erwachsene Fische ernähren sich ausschließlich von anderen Fischarten.
Die in kleinen Schwärmen lebenden Zander halten sich im Gegensatz zum Hecht weiter weg vom Ufer auf. Sie werden 10 – 15, vereinzelt bis 20 Jahre alt.
Sie gehören zu den wertvollsten und wirtschaftlich wichtigsten europäischen Süßwasserfischen. In jüngster Zeit verschwinden sie von vielen Standorten oder vermehren sich dort nicht mehr auf natürliche Weise.