Größe: 35 – 40 cm; vereinzelt bis 50 cm Gewicht: 0,5 – 1,5 kg, max. 2 kg D1 XII – XIV; D2 I – II 20 – 22; A II 9 – 10; P 14 – 15; V I 5; l.l. 70 – 83 Verbreitung: in den nördlichen Zuflüssen des Kaspischen und Schwarzen Meeres vom Ural bis zur Donau. Hält sich überwiegend im Süßwasser auf, nur aus der Wolgamündung gelangt er in die anliegenden Teile des Kaspischen Meeres.
Im Körperbau ähnelt der Wolgazander stark dem Zander, doch ist der Körper kleiner, kürzer und hochrückiger. Gewöhnlich reicht der Oberkiefer nicht weiter als bis unter die Augenmitte. Die Schuppen sind etwas größer als beim Zander, so dass von ihnen in der Seitenlinie nur 70 – 83 im Gegensatz zu den 80 – 95 beim Zander stehen. Außerdem unterscheiden sich beide Arten in der Anzahl der Afterflossenstrahlen. Andererseits gleichen sie sich in der Färbung sehr, der Wolgazander hat jedoch weniger dunkle Streifen an den Seiten, die sich auch nicht zu Flecken auflösen und deren Farbe deutlicher ist.
Wolgazander leben in geringen Tiefen über Sand- oder Steinboden an Stellen mit langsam fließendem Wasser. Sie sind nachts und abends aktiv, tagsüber halten sie sich in ihren Verstecken am Grund auf.
Als Räuber leben sie von Kleinfischen, besonders Plötzen, Ukeleis und Barschen. Größere Exemplare greifen sie nicht an, da sie ebenso wie die Zander einen engen Schlund besitzen.
Die Brut ernährt sich von Zooplankton und Wasserinsektenlarven. Mit 3 – 4 Jahren werden sie geschlechtsreif, Weibchen gewöhnlich ein Jahr später als Männchen. Wolgazander laichen im April und Mai in flacheren Wasser ruhiger Buchten und zugewachsener Flussarme. Ihre Fortpflanzung ist noch nicht genau erforscht, doch unterscheidet sie sich wohl kaum von der des Zanders.
An den meisten Standorten kommen die Tiere nur selten vor und werden dann oft von den Anglern mit dem viel verbreiteteren Zander verwechselt. Ihr Fleisch ist schmackhaft und von guter Qualität.