Größe: 30 – 35 cm, max. 45 cm D1 12 – 14; D2 12 – 15; D3 23 – 26; A1 33 – 39; A2 24 – 27 Verbreitung: im Atlantischen Ozean an den europäischen Küsten, beginnend mit der Barentsee im Norden bis nach Gibraltar im Süden vor Island, Grönland und Neufundland, im Westen des Mittelmeers.
Die Rückenflossen des Blauen Wittlings stehen weit voneinander ab, wobei der größte Abstand zwischen der zweiten und dritten besteht. Von den beiden Afterflossen ist die erste sehr lang, die zweite wesentlich kürzer. Eine Kinnbartel fehlt, der Unterkiefer steht etwas vor. In seiner Färbung erinnert der Blaue Wittling an einen Hering. Der Rücken ist blaugrau bis grau, Seiten und Bauch sind silberweiß gefärbt.
Die Art ist mäßig schnellwüchsig. Ende des vierten Jahres erreichen die Fische eine Länge von 13 cm. Mit 20 – 30 cm werden sie geschlechtsreif.
Sie laichen in den ersten Frühlingsmonaten im Süden des Areals, wo sie die notwendigen 8 – 9°C und 35 Promille Salzgehalt vorfinden. Laich und Larven halten sich über Tiefen um 1000 m auf. Als Nahrung der Larven dienen Krebstiere und auch Kleinfische.
Die Blauen Wittlinge sind Bewohner des offenen Meeres, die sich außerhalb des Kontinentalschelfs meist i 100 – 300 m Tiefe in bis 1000 m tiefen Gewässern aufhalten. Hier und da kann man sie aber auch vor der Küste finden. An der Küste Patagoniens lebt eine größere verwandte Art, M. australis, die etwa 50 cm Länge und 1 kg Gewicht erreicht. Hauptlaichgebiet dieser Art sind die Falklandinseln.
Wirtschaftlich ist der Blaue Wittling wenig bedeutend. Gerät er als Beifang in die Netze, wird er zu Fischmehl verarbeitet oder direkt verbraucht. In der Leber befinden sich bis zu 50% Tran, der eine wichtige Quelle der Vitamin A und D ist. Die Fische stellen häufig die Nahrung größerer Raubfische, vor allem aus der Gattung Merluccius dar.