Größe: 30 – 40 cm, max. 70 cm, im Schwarzen Meer bis 20 cm Gewicht: bis zu 3 kg Fruchtbarkeit: 100000 – 1000000 Eier D1 12 – 15; D2 18 – 25; D3 19 – 22; A1 30 – 35; A2 21 – 23 Verbreitung: Küste Europas von der Barentsee und Island bis nach Gibraltar, Westteil der Ostsee, das Schwarze und Mittelmeer.
Der Wittling hat drei Rückenflossen und zwei Afterflossen, die dicht hintereinander stehen, und eine fast ausbuchtungslose Schwanzflosse. Der Kinnbartfaden ist nur kurz und fehlt bei erwachsenen Tieren ganz. Der Rücken ist blaugrün, die Seiten gelbgrün und der Bauch leuchtend weiß gefärbt und hat bei lebenden Tieren einen Silberhauch. Am Ansatz der Brustflosse befindet sich ein schwarzer Fleck.
Am schnellwüchsigsten und am größten sind die Wittlingen von den isländischen Küsten, am kleinsten im Schwarzen Meer, wo die mit längeren paarigen Flossen ausgestattete Unterart G. m. euxini lebt.
Laichzeit ist das ganze Jahr über, am intensivsten von Januar bis Juli, im Winter findet das Laichen in 100 – 150 m Tiefe statt, im Sommer in etwa 80 m Tiefe. Die Eier werden in vier bis sechs Schüben abgelegt. Die Gesamtzahl der produzierten Eier kann daher nur geschätzt werden. Die Larven verbleiben am Ufer bis zu 100 m Wassertiefe. Nach Verzehren des Dottersacks leben sie pelagisch bis in 60 m Tiefe und zwar in den zentralen Meeresteilen mit 1000 – 2000 m Wassertiefe.
Nach dem ersten Lebensjahr wechseln sie ihre Lebensweise, schwimmen zur Küste und führen hier ein benthisches Leben. Mit 2 – 4 Jahren erlangen sie ihre Geschlechtsreife und ernähren sich nun hauptsächlich von Fischen (Sprotten, Sardinen), aber auch von verschiednen Wirbellosen. Die meiste Nahrung nehmen sie zwischen 10 und 14 Uhr auf, nachts ist die Nahrungsaufnahme am geringsten.
Wittlinge sind Kälteliebende Fische, die sich in Küstennähe über sandigem oder lehmigem Grund aufhalten und nur auf kurze Wanderungen gehen.
Ihre Bedeutung für die Wirtschaft ist beachtlich, jährlich werden an die 200 000 Tonnen gefangen, wobei unter den größeren Tieren die Weibchen überwiegen. Auch Sportfischer fangen sie gern mit der Angel.