Größe: 1 m, selten bis 1,40 m Gewicht: gewöhnlich 6 – 15 kg, vereinzelt 35 – 40 kg Fruchtbarkeit: 100000 – 325000 Eier D II – V 10 – 13; A III – IV 12 – 16; l.l. 88 – 118 Verbreitung: Flußgebiet der Nordsee, Kaspisches Meer, die Flüsse Wolga und Ural.
Der einzige Vertreter der Gattung Stenodus unterscheidet sich von den Maränen durch den Schädelbau und das endständige Maul. Sein Körper ist silberfarben ohne dunkle oder helle Flecken.
Es gibt zwei Unterarten S. leucichthys nelma kommt im Nördlichen Eismeer vor der Onegabucht bis zur Beaufortsee vor. Der Weißlachs hält sich in Küstennähe im Brackwasser nahe der Flussmündungen auf. Frühstens mit 7 Jahren (Männchen), erlangt er die Geschlechtsreife, oft auch erst mit 9 – 12 Jahren. Zum Laichen schwimmen sie die Flüsse stromaufwärts zu den Laichplätzen im Oberlauf. Die Wanderung beginnt im Juni, die eigentliche Fortpflanzung dauert aber von Oktober bis Dezember. In einigen sibirischen Strömen, wie dem OB, legen die Fische Entfernungen bis zu 3500 km zurück. Der Laich wird auf den Grund abgelegt, wo er zwischen den Steinen liegen bleibt. Nach dem Schlüpfen gelangen die Larven mit der Strömung allmählich ins Meer, in das auch ein Teil der Elterntiere zurückgekehrt ist. Manche Fische halten sich aber längere Zeit im Fluss auf. Weißlachse leben anfangs von Plankton, später von verschiedenen Fischarten.
Im Kaspischen Meer lebt die zweite Unterart S. leucichthys leucichthys, die im Alter von 5 – 7 Jahren heranreift und sich im Süßwasser nicht allzu lange aufhält. Beide Unterarten laichen höchstens dreimal in ihrem Leben, jeweils mit 2 – 4 Jahre langen Pausen. Während des Laichzuges nehmen sie keinerlei Nahrung auf und zehren von den Fettreserven, die sie im Meer angelegt haben.
In Russland und in Alaska hat der Weißlachs beträchtliche Bedeutung und wird mit verschiedenen Netzarten und der Angel gefangen. Allerdings sind die Fänge in letzten Jahren etwas zurückgegangen, da sich wegen der Wasserverunreinigung und dem Talsperrenbau die Bedingungen für ein natürliches Ablaichen verschlechtern. Daher gewinnt die künstliche Aufzucht dieser Art an Bedeutung.