Größe: 150 - 180 cm (Männchen), max. 470 cm, 200 - 230 cm (Weibchen) Gewicht: 15 - 20 kg, max. 350 kg Fruchtbarkeit: 1,3 - 3,5 Millionen Eier D 96 - 108; A 71 - 83 Verbreitung: im Nordatlantik und in den angrenzenden Gebieten des Nördlichen Eismeeres in der Nordsee und vor der Küste Europas bis zum Golf von Biscaya. Zahlreich in der Umgebung Islands, Südgrönlands und entlang der Ostküste Nordamerikas bis New York.
Der Weiße Heilbutt hat einen großen Körper, der seitlich abgeflacht ist. Die großen Kiefer reichen bis hinter die Augenmitte, der Unterkiefer überragt den Oberkiefer. Beide Kiefer tragen kräftige Zähne. Über den Brustflossen ist die Seitenlinie stark gewölbt. Während die Oberseite des Körpers grünlich braun, manchmal auch dunkelbraun bis schwarz gefärbt ist, zeigt die Unterseite eine schmutzigweiße Farbe.
Weiße Heilbutte sind recht schnellwüchsig. Mit 10 Jahren erreichen die Männchen etwa 1 m Länge und 16 Kilo Gewicht, die Weibchen sind dann bis zu 1, 30 m lang und wiegen bis 30 kg.
Die Tiere laichen zum Winterende und im zeitigen Frühjahr in 300 – 700 m Tiefe bei einer Wassertemperatur von 5 – 7°C. Ihre Eier sind 3,5 – 4,5 mm groß. Die Männchen werden 7 – 8 Jahren laichreif, die Weibchen mit 10 – 11 Jahren. Nach 2 – 3 Wochen embryonaler Entwicklung schlüpfen die pelagischen Larven, die dann mit etwa 4 cm Länge auf ein Leben am Boden übergehen, wo es zur mit der neuen Lebensweise verbundenen Metamorphose kommt, so dass der Fisch dann auf der linken Seite liegt. Jungfische leben vom zweiten bis vierten Lebensjahr in Küstennähe und entfernen sich dann allmählich mit wachsender Länge vom Ufer.
Erwachsene Weiße Heilbutte halten sich dann in 100 – 1500 m Tiefe auf. Nach dem Laichen begeben sich beide Geschlechter auf der Suche nach Nahrung auf Wanderung, und zwar nach Norden in futterreichere Gebiete.
Heute werden die Weibchen höchstens 30 Jahre alt, in Zeiten, als der Fang noch nicht so intensiv war, gab es bis zu 50 Jahre alte Exemplare.
Jungtiere ernähren sich von großen Krustentieren (Krabben, Garnelen) und gehen bereits bei 30 – 35 cm Länge auf reine Fischnahrung über.
Die Weißen Heilbutte halten sich auf sandigem bis steinigem Grund auf, sind jedoch nicht an das Leben sicht am Boden gebunden, sondern jagen auch im Freiwasser.
Die Jahresfänge dieser sehr geschätzten Meeresfischart haben eine sinkende Tendenz. Von den einstigen 13 000 – 17 000 t sanken sie auf 7 000 t.