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Günni Offline

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Beiträge: 997


04.07.2008 13:04
Wandersaibling antworten
Wandersaibling
(Salvelinus alpinus)

Größe: gewöhnlich 40 – 60 cm, max. 1 m (Wanderform)
Gewicht: 1 – 3 kg, vereinzelt bis 14 kg
Fruchtbarkeit: durchschnittlich 3500 Eier
D III – IV 9 – 10; A III 8 – 10; l.l. 190 – 240
Verbreitung: arktische Gewässer des Atlantischen, Pazifischen Ozeans und der Nordsee, stellenweise in kalten Gewässern der Seen Europas, Asiens und Nordamerikas.

Diese Art ähnelt stark dem verwandten Bachsaibling jedoch ist die Schwanzflosse fast gerade abgeschnitten und der Oberkiefer reicht bei jungen Tieren sowie bei nicht wandernden Formen nur bis zum hinteren Augenrand. Bei der Wanderform reicht der Kiefer ein wenig hinter das Auge. Beide Saiblingsarten haben auch verschieden viele Flossenstrahlen in den unpaaren Flossen und unterscheiden sich in noch weiteren Merkmalen. Das Farbkleid ist stark veränderlich und ist bei beiden Formen verschieden. Der Rücken ist bei der Wanderform meist stahlblau, bei der Binnenform eher grünbraun. In der Laichzeit nimmt die Färbung an Intensität zu und die Männchen sind dann die buntesten Fische in Europa überhaupt.

Die Wanderform ist nur in den arktischen Gewässern des Atlantischen und Stillen Ozeans und Nördlichen Eismeers verbreitet, vor den europäischen Küsten kommt sie bis Island und dem norwegischen Oslofjord vor. An verschiedenen Stellen in Europa, Asien und Nordamerika lebt die stehende Form. Als Überbleibsel der letzten Eiszeit sind diese Saiblinge z. B. in den Bergseen der Alpen verbreitet.

Die Laichzeit fällt meist in den Winter, an manchen Lokalitäten auch in das Frühjahr. Die Wanderform steigt im Alter von 3 – 4 Jahren die Flüsse hinauf, gelegentlich auch erst mit 6 – 8 Jahren. Beide Formen legen ihre Eier in Gruben ab, die sie meist unter einer Eisdecke, in kiesigen Grund geschürft haben. Die Wanderform lebt 2 – 4 Jahre im Süßwasser und ernährt sich dort vorwiegend von Wirbellosen.

Im Meer besteht ihre Nahrung vor allem aus kleinen Fischen.

Ihre ökonomische Bedeutung ist nicht groß, doch stellen sie in einigen arktischen Gebieten eine wichtige Fischart dar. Meist wird der Wandersaibling nur von den Sportanglern gefangen, die ihn wegen seines sportlichen Werts, der herrlichen Färbung und des wohlschmeckendes Fleisches sehr schätzen.

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