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Günni Offline

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Beiträge: 997


04.07.2008 13:08
Vierhörniger Seeskorpion antworten
Vierhörniger Seeskorpion
(Myoxocephalus quadricornis)

Größe: 20 – 30 cm, Weibchen ausnahmsweise bis 35 cm
Gewicht: 150 – 200 g, vereinzelt bis 500 g
Fruchtbarkeit: 2000 – 6200 Eier
D1 VII – IX; D2 13 – 16; A 13 – 16; P 15 – 18
Verbreitung: zirumpolar im Arktischen Ozean , im Weißen Meer, der Barentsee und der Ostsee, in den skandinavischen und karelischen Seen (einschließlich des Onegasees und des Ladogasees) sowie in den nordamerikanischen Großen Seen. In den Seen und in der Ostsee als Reliktform der letzten Eiszeit.

Die Form des Körpers des Vierhörnigen Seeskorpions verrät dessen Verwandtschaft mit den Süßwasser-Groppen der Gattung Cottus. Am breiten Kopf befinden sich auf den Kiemendeckelknochen 4 hornartige Höcker, nach denen der Fisch seinen Artnamen erhielt. Von oben und von der Seite sind am Kopf weitere Knochenhöcker hinter den Augen und im Genick zu sehen, die sich meist nach oben hin verbreitern. Die Genickhöcker sind oft größer, doch schwanken ihre Ausmaße recht stark. Über der Seitenlinie sind 1 – 2 Reihen Knochenplättchen, die mit gleichmäßig kleinen Zähnen bedeckt sind, zu finden. Unterhalb der Seitenlinie sind die Plättchen meistens in der Haut versteckt. Der Schwanzstiel ist lang und dünn, die zweite Rückenflosse ist besonders bei den Männchen lang gestreckt, so dass sie, zum Körper hin umgeklappt, bis zur Basis der Schwanzflosse reicht. Ihre Flossenstrahlen sind mit spitzen Zähnen bedeckt, dieses Merkmal ist von den anderen Vertretern der Gattung nicht bekannt. Erwachsene Fische sind grünbraun bis braungrau gefärbt, sie haben keine deutlichen Flecken. Der Bauch ist hell und zumeist weißgelb.

Mit Vorliebe besiedeln die Vierhörnigen Seeskorpione mit Algen und anderen Wasserpflanzen bewachsenen Felsenboden, wo sie zwischen Steinen versteckt leben.

Besonders die Larven schwimmen gerne in Flussmündungen hinein. Das Laichen findet vom Ende des Herbstes bis in den Winter hinein statt. Die Eier werden auf den Grund abgelegt. Die pelagisch lebenden Larven schlüpfen im Frühling und sind im August 20 – 22 mm lang.

Die Vierhörnigen Seeskorpione ernähren sich vorwiegend von Krustentieren und kleineren Fische.

Wirtschaftlich sind sie ohne Bedeutung, da sie zu selten ins Netz geraten.

Ihr weißes Fleisch schmeckt jedoch recht gut.

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