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Günni Offline

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Beiträge: 997


04.07.2008 00:10
Tolstolob antworten
Tolstolob (Silberkarpfen)
(Hypophthalmichthys molitrix)

Größe: 40 – 60 cm, max. 1 m
Gewicht: 2 – 4 kg, max. 10 kg
Fruchtbarkeit: 60000 – 80000 Eier je Kilo Gewicht
D II – III 6 – 7; A II – III 11 – 14; l.l. 110 – 129
Verbreitung: Einzugsgebiet des Amurs bis Südchina.

Diese Art hat einen gedrungenen und recht hohen Körper, der von kleinen Schuppen geschützt wird. Die Augen stehen auffällig niedrig. Die Färbung der Rückenseite ist graugrün. Bauch und Seitenpartien sind silbrig, die Flossen dunkel, After- und paarige Flossen zuweilen mit einem goldenen Schimmer.

Ursprünglich war der Silberkarpfen vom Amur bis Südchina verbreitet. Nach und nach wurde er jedoch in eine Reihe asiatischer und europäischer Länder eingeführt. Er wächst schnell und misst im vierten bis fünften Jahr bereits 50 cm.

Im Süden seines Verbreitungsgebietes wird er mit drei Jahren geschlechtsreif, im Norden erst später. In seiner Urheimat wandert er zum Laichen die Flüsse stromaufwärts, die Laichplätze befinden sich auf Sandbänken am Rande der Strömung. Meist laicht er im Sommer bei Hochwasser, denn der Laich schwimmt eine gewisse Zeit. Nach verzehren des Dottersacks ziehen sich die Larven ins ruhige Wasser zurück, wo sie sich von Zooplankton ernähren.

Mit 2 cm Länge stellen sie sich auf Pflanzennahrung um und fressen vor allem einzellige Algen. Darin liegt auch ihre Bedeutung, denn sie konkurrieren nicht mit den anderen Nutzfischen.

In Europa pflanzt sich der Silberkarpfen nicht fort und muss jedes Jahr durch künstliches Ablaichen vermehrt werden.

Man nutzt ihn hier als Beifisch in Karpfenreichen. Sehr nützlich ist er auch bei der Bekämpfung von überhand nehmenden Phytoplankton in einigen Talsperren. In den freien Gewässern lässt er sich kaum einsetzen, da er sehr schwer zu angeln ist.

Sein Fleisch ist von mittlerer Qualität, doch müssen getötete Silberkarpfen rasch ausgenommen werden, da sonst ihr Fleisch einen bitteren Beigeschmack bekommt.

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