Größe: 10 – 12 cm, max. 15 cm D XII 17 – 18; A II 16 – 18 Verbreitung: in Binnengewässern des Mittelmeerraumes von Südspanien bis Kleinasien, in Marokko und Algerien.
Der Flussschleimfisch hat über den Augen sehr kleine Anhängsel, dahinter einen fleischigen Kamm. Die Rückenflosse ist ohne Einschnitt, die Stachelstrahlen gehen übergangslos in die Weichstrahlen über. Rücken und Seiten sind olivbraun gefärbt, die Seiten sind heller, der Bauch ist weißgelb. Über den ganzen Körper verteilen sich braungrüne runde oder ovale Flecken. Bei den Männchen ist der Kopfkamm höher als bei den Weibchen.
Während der Laichzeit werden alle geeigneten Stellen (Steine, Wurzeln oder Höhlen unter dem Ufer) von den in dieser Zeit kräftig braunschwarz gefärbten Männchen verteidigt. Nach dem Bau des Nestes lockt es ein Weibchen mit dem von reifen Eiern angeschwollenen Bauch über das Nest. Das Weibchen klebt die abgelegten Eier an die obere Nestwanderung, wo sie das Männchen befruchtet. Bis zum vollständigen Schlüpfen der Brut beschützt das Männchen das Nest und wedelt mit den Brustflossen frisches, sauerstoffreiches Wasser heran und entfernt die unbefruchteten und beschädigten Eier. Bei 20°C schlüpfen die Larven nach 14 Tagen, bis dahin nimmt das Männchen keine Nahrung zu sich. Während dessen mästet sich das Weibchen intensiv, ohne sich um den Nachwuchs zu kümmern.
Die Flussschleimfische bewohnen kleine Seen und Kanäle mit langsam fließendem Wasser sowie kleine Bäche. Sie benötigen sauberes, nicht allzu tiefes Wasser. Erwachsene Exemplare leben einzeln zwischen großen Steinen, unter Wurzeln und an ähnlichen Stellen. Die Brut hält sich in Schwärmen in der Uferzone auf. Zunächst ernährt sie sich von Zooplankton. Später fressen die Fische Larven von Eintagsfliegen, Köcherfliegen, Steinfliegen und anderen am Boden lebenden Kleintieren.