Größe: 20 – 25 cm, max. 30 cm Gewicht: 300 – 500 g Fruchtbarkeit: 500 – 8000 Eier D III 8; A III 9; l.l. 57 – 62 Verbreitung: südwestliches und westliches Europa.
In Körperform und Gesamteindruck ähnelt der Südwesteuropäische Näsling stark der Nase, doch ist er kleiner und lebt in höheren Abschnitten der Flüsse. Auch einige anatomische und morphologische Merkmale unterscheiden die beiden Arten. So hat z . B. der Näsling weniger verzweigte Flossenstrahlen in der Afterflosse und meist auch weniger Schuppen an der Seitenlinie. Vor allem aber ist seine Maulöffnung hufeisenförmig. Meist ist der Rücken olivgrün, auf den silbrigweißen Seiten befindet sich oberhalb der Seitenlinie für gewöhnlich ein dunkler, graugoldener Längsstreifen.
Der Näsling kommt nur in den Flüssen Südwestfrankreichs und Nordspaniens vor. Die spanischen Populationen stellen nach einigen Systematikern eine selbstständige Unterart C. toxostoma arrigonus dar und haben einige unterschiedliche Merkmale im Vergleich mit den französischen Beständen, die in einigen Flüssen gemeinsam mit C. nasus leben. Der Südwesteuropäische Näsling sucht eher kleine Flüsse mit mäßiger Strömung und reinem Wasser auf.
Seine Schwärme sind besonders zahlreich im Winter, wenn er sich zu den tiefsten Stellen zurückzieht.
Mit Frühlingsbeginn zieht er schwarmweise zu den Laichplätzen, die sich in den schnell strömenden oberen Flussabschnitten mit steinigem Grund befinden. Der Näsling steigt höher in die Flüsse hinauf als die Nase.
Seine Nahrung bilden ebenso wie bei der Nase Bewüchse von Algen, Kieselalgen und Wasserpflanzen auf den Steinen des Flussgrundes.
In ihren Heimatgebieten besitzt diese Art als Nährfisch für Forellen und in der Sportfischerei eine gewisse Bedeutung. Das wenig schmackhafte Fleisch ist fettig und grätenreich. Von den übrigen Vertretern der Gattung ist die in Norditalien verbreitete Art C. genei am ähnlichsten.