Größe: 20 – 35 cm, Männchen bis 40 cm Gewicht: bis 1 Kilo D XVI – XVIII 11 – 14; A III 10 – 12; P 16; V I 5 Verbreitung: in der Küstenzone des Mittelmeers und des Atlantiks vor Europa und Afrika von Mittelnorwegen bis Dakar, vor Madeira, den Azoren und den Kanarischen Inseln.
In Körperform und Lebensweise ähnelt der Streifenlippfisch sehr dem Gefleckten Lippfisch. Jedoch hat der Streifenlippfisch einen gestreckteren Kopf und ein größeres Maul dessen Winkel fast bis zum vorderen Rand der Augen reichen. Auch die Anzahl der Hartstrahlen (16 – 18) und Weichstrahlen (11 – 14) in der langen Rückenflosse und besonders die bei beiden Geschlechtern deutlich verschiedene Körperfarbe unterscheiden die beiden Arten. Laichreife Männchen besitzen am Kopf und an den gleichfarbigen Seiten unregelmäßige blaue Flecken und Längsstreifen, während die Weibchen und noch unreife Männchen einen gelbblauen Kopf und einen orangeroten bis roten Rumpf mit bläulicher Zeichnung und dunklen Flecken am Rücken haben.
Meist leben die Streifenlippfische über hartem Grund nahe von Felsen und Riffen in einer Tiefe von 10 bis 100 m, in Ausnahmen bis 180 m. Kleinere Exemplare und die Brut kommen auch in der Flutzone vor. Mit Winterbeginn ziehen sich die Fische in größere Tiefen im Rahmen der angegeben Zahlen zurück.
In der Laichzeit baut das Männchen in Bodenvertiefungen ein Nest, in das er die Weibchen lockt und von dem er andere Männchen vertreibt.
Die Tiere leben überwiegend von Krustentieren und Weichtieren, wachsen nur langsam und werden im Norden ihres Verbreitungsgebietes bis zu 17 Jahre alt.
Ihr Fleisch ist zwar genießbar, doch ist die Art ohne Bedeutung für den Menschen. Wegen der schönen Färbung wird sie manchmal in Aquarien gehalten. Doch sind die Tiere sehr aggressiv, was ihre Zucht erschwert.