Größe: 12 – 17,5 cm Gewicht: bis 170 g Fruchtbarkeit: 600 – 4200 Eier D1 VII – IX; D2 I – II 11 – 13; A I 10 – 11; l.l. 70 – 82 Verbreitung: Gewässer der Donau, Dnjestr, Nardar und Prut.
Der spindelförmige Körper des Strebers ähnelt sehr dem des verwandten Zingels, doch ist der Rumpf sichtbar niedriger, länger und schmaler. Die Schwanzwurzel ist stäbchenartig schlank. Auch ist der Vorderbauch schuppenlos. Die Grundfarbe des Körpers ist gelbbraun oder graubraun, vier oder fünf dunkle Streifen verlaufen deutlich sichtbar schräg über die Flanken. Kleine schwarze Flecken sind nicht vorhanden. Außer Farbe und Form des Körpers unterscheiden den Streber vom Zingel noch die geringere Anzahl an Flossenstrahlen in der After- und in den Rückenflossen sowie die kleinere Schuppenzahl in der Seitenlinie.
Lebensweise und Art der Nahrung sind wieder ähnlich wie beim Zingel. Allerdings lebt der Streber oft auch in tieferen, schneller fließenden Abschnitten von Vorgebirgsflüssen, so dass man annimmt, dass er empfindlicher gegen Wasserverschmutzung ist und höhere Ansprüche an den Sauerstoffgehalt stellt.
Er wächst langsamer und wird anscheinend höchstens fünf Jahre alt.
In der Laichzeit im März bis April erscheinen bei beiden Geschlechtern an Kopf, Rumpf und Brustflossen Laichwarzen, die bei den Männchen größer sind.
Streber und Zingel kommen hauptsächlich in der Donau vor. Außer in der Donau und deren Zuflüssen kommen sie noch im Dnestr., Prut und Nardar vor.
Für das Sportfischen ist der Streber ungeeignet. Überdies gehen seine Bestände immer mehr zurück. Als wertvolle endemische Art und einzigartiges Beispiel der Anpassung europäischer Barsche an schnell strömendes Wasser verdient er vollen Schutz.