Größe: 16 – 18 cm, max. 25 cm Fruchtbarkeit: 8000 – 55000 Eier D III 7 – 8; A III 10 – 13; l.l. 60 – 66 Verbreitung: Küstengebiete Europas von der Biscaya bis zur Mündung der Petschora, stellenweise in Binnengewässern.
Der Stint ist einer von 6 Arten der Gattung Osmerus und lebt pelagisch vor den Meeresküsten Europas. Er hat auch Binnenform gebildet die in Flüssen, Seen und Staubecken leben. An asiatischen und nordamerikanischen Küsten ist die Unterart O. eperlanus dentes verbreitet.
Während der Rücken dunkel- bis stahlblau ist, sind Seiten und Bauch grausilbrig. Verhältnismäßig große, leicht ausfallende Schuppen bedecken den Körper. Die Seitenlinie ist unvollständig und nur hinter dem Kopf deutlich auszumachen.
Gegen Winterende versammeln sich die Stinte in den Flussmündungen, von wo aus sie im Frühling zu ihren Laichplätzen im Binnenland vordringen. Vom März bis Mai laichen sie in den Unterläufen der Flüsse und legen die klebrigen Eier auf Steine und andere Gegenstände am Boden ab. Die nach 3 – 4 Jahren geschlechtsreifen Tiere werden maximal 9 Jahre alt. In der Laichzeit verlieren sie ihre gewohnte Scheu und bei beiden Geschlechtern tritt neben einer intensiveren Färbung ein Laichausschlag auf Rücken und Seiten auf. Kiemendeckel und Kopfoberseite werden schwarz, die Männchen sind etwas bunter gefärbt.
Hauptnahrungsquelle ist Zooplankton, benthische Wirbellose, aber auch Larven anderer Fischarten.
Ebenso wie die verwandte Lodde ist der Stint ein bedeutender Industriefisch, dessen jährliche Fänge sich auf 8000 – 10 000 Tonnen belaufen. Sein Fleisch ist sehr fett.