Größe: bis 120 cm, meist 50 – 60 cm Gewicht: meist 2 – 3 kg, max. 19 kg Fruchtbarkeit: 11000 – 140000 Eier D 38 – 49; A 11 – 18 Verbreitung: Zuflüsse des Kaspischen und Schwarzen Meers, kommt aber auch in der Nördlichen Dwina, im Ob und in den Zuflüssen von Ladoga- und Onegasee vor.
Er ist der kleinste aller Störe. Seine Knochenschilde sind klein und stehen eng aneinander. Er besitzt 58 – 71 Seitenschilde, 12 – 14 Rückenschilde und 12 – 16 Bauchschilde. Wie bei den vorher beschriebenen zwei Arten ist die Unterlippe gekielt (eine durchgehende Unterlippe besitzt nur der Glattdick – A. nudiventris). Auf dem Rücken ist der Sterlet dunkelgraugrün gefärbt, manchmal bräunlich rosa, der hellere Bauch ist leicht gelblich angehaucht. Die Seitenschilde sind heller als ihre Umgebung und versuchen bei jungen Exemplaren den Eindruck eines die Körpermitte durchlaufenden weißen Streifens.
Sterlets halten sich ständig im Süßwasser der Flüsse auf. Zwischen dem 8. und 10. Lebensjahr erreichen die Tiere einen halben Meter Körperlänge, Männchen reifen mit 4- 5 Jahren heran, Weibchen mit 5 – 9 Jahren. Gewöhnlich im Mai laichen sie über steinigem Grund. Die Larven verbleiben im Flussbecken und ernähren sich von Insektenlarven sowie von ins Wasser gefallen Landinsekten. Später fressen größere Tiere auch Fische.
Erwachsene Sterlets leben in größeren Flüssen und schwimmen nur nachts in Ufernähe, wo sie dann mit Schleppnetzen gefischt werden können. Zum Laichen ziehen sie stromaufwärts, bis ein geeigneter Laichplatz gefunden ist.
Der Sterlet ist ein sehr geschätzter Nutzfisch, dessen Bestände in den letzten Jahren allmählich kleiner geworden sind. Dafür sind ähnliche Faktoren verantwortlich wie bei den übrigen Stören: Überfischen der Jungtiere und starke Verschmutzung der Flüsse einschließlich der Laichplätze. Wie andere Störe kreuzt sich der Sterlet mit verwandten Arten. Sterletbastarde haben den Vorteil, dass sie sich ständig im Süßwasser aufhalten und man sie zum Besatz großer Talsperren und Teiche verwenden kann.