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Günni Offline

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06.07.2008 04:53
Steinbeißer antworten
Steinbeißer
(Cobitis taenia)

Größe: 8 – 10 cm, vereinzelt bis 12 cm
Gewicht: 20 – 60 g
Fruchtbarkeit: 1000 – 1500 Eier
D II – III 6 – 7; A II – III 5 – 6
Verbreitung: ganz Europa mit Ausnahme von Irland, Schottland, Wales und Nordskandinavien, kommt auch in Sibirien vor. In diese riesigen Areal bildet der Steinbeißer zahlreiche Lokalformen.

Der Steinbeißer gehört zu den schönsten Arten dieser Familie. Die Grundfarbe des Rückens ist gelbbraun und wird von vielen kleinen dunklen Flecken unterbrochen. Am Bauch ist das Schuppenkleid blassgelb bis orange. Auf dem Kamm des Rückens zieht sich eine Reihe von 12 – 20 dunkler, schwarzgrauer, runder Flecken, zwei weitere dunkle Fleckenreihen schmücken die Seiten. In der oberen Reihe sind die Flecken klein, länglich und vereinen sich meist, unten sind sie größer und wiederum 12 -20 an der Zahl. Rücken- und Schwanzflosse bedecken je 2 – 3 Querreihen winziger graubrauner Flecken. Der seitlich abgeflachte Körper ist sehr lang gezogen. Um das kleine unterständige Maul befinden sich sechs Barteln. Charakteristisch für den Steinbeißer ist ein kräftiger Knochendorn unterhalb des Auges, der von einem besonderen Muskel aufgerichtet wird. Seine Spitze ist zweigeteilt und der Fisch kann damit, besonders wenn man ihn in der Hand hält, schmerzhafte Stiche ausführen.

Was seinen Lebensraum betrifft, so ist er nicht besonders anspruchsvoll. Steinbeißer bewohnen vor allem flache Stellen der Binnengewässer mit sandigem, seltener schlammigem oder steinigem Grund, in den sie sich gern eingraben, so dass nur Kopf und Schwanz herausragen. Wegen seiner versteckten, meist nächtlichen Lebensweise ist er für Raubfische schwer erreichbar. Öfter wird er nur von Quappen, Welsen und Aalen aufgestöbert, die auch die Schlammschichten absuchen. Selbst lebt er vorwiegend von Kleinlebewesen der Bodenschicht.

Steinbeißerwerden 3 – 5 Jahre alt, wachsen langsam und laichen von April bis Juni in Bodennähe in mehreren Portionen. Nach 4 – 6 Tagen schlüpfen die Larven.

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