Größe: 1 – 2 m, max. 2,5 m (Weibchen) Gewicht: 10 – 25 kg, vereinzelt bis 40 kg Fruchtbarkeit: 4 bis 12 Junge Verbreitung: Atlantikküste Europas und Afrikas von Südnorwegen bis zum Kap der Guten Hoffnung, Mittelmeer, Schwarzes und Asowsches Meer.
Die Körperscheibe ist rund und wesentlich kürzer als der Peitschenschwanz. Die Rücken- und die Schwanzflosse fehlen. Der Körper ist nackt, jedoch wachsen großen Exemplaren auf der Mittellinie des Rückens kleine Zähne. Erkennungsmerkmal ist der 8 – 35cm lange, wie eine Säge gezahnte Stachel im ersten Drittel des Schwanzrückens, an dessen Basis mit Giftdrüsen angefüllte Rinnen liegen.
Mit einem kräftigen Schwanzschlag kann der Stechrochen den Giftstachel in den Körper seiner Beute oder eines Angreifers eindringen lassen. Diese Giftstacheln können beim Menschen sehr schmerzhafte und schwer heilende Wunden hinterlassen und sind durch die neurotoxische und hämotoxische Wirkung lebensgefährlich. Einige wenige Exemplare haben auch 2 und mehr Schwanzstacheln.
Die Rückenseite des Gemeinen Stechrochens ist grauoliv bis bräunlich, der Bauch ist hell gefärbt.
Oft haben sich die Tiere über sandigen Grund 5 – 75m tief auf und graben sich dabei in den Sand ein. Mit Vorliebe suchen sie ruhige Meeresbuchten auf und dringen sogar bis ins Brackwasser de Flussmündungen vor.
Ihre Nahrung sind Kleinfische, Mollusken und Krabben.
Stechrochen sind ovovivipar, höchstwahrscheinlich mit innerer Befruchtung. Die Embryos entwickeln sich im dazu erweiterten Eileiter und ernähren sich in ihren fortgeschritteneren Stadien von einem Sekret der Eileiterwand. In der Sommerzeit werden wenige Jungen geboren, weitere 12 bis 32 sich noch entwickelnde Eier verbleiben jedoch im Weiblichen Eileiter.
Das Fleisch des Stehrochens ist genießbar. Aus der Leber (bei Weibchen stellt sie ein Drittel des Körperwichts) wir Öl mit hohem Anteil an Vitamin D gewonnen.