Größe: bis 150 cm, Körperscheibe bis 1 m breit. Verbreitung: Ostgebiete des Atlantischen Ozeans von Senegal bis Norwegen, Nordsee und Mittelmeer.
Beim Spitzschnauzigen Rochen beträgt die Länge der Schnauze das 2,5 – 3 fache der Breite der Körperscheibe. Auf dem Rücken ist die Haut mit Ausnahme einiger Dornen auf der Schnauze glatt. Weitere Dornen befinden sich erst auf dem Schwanz. Der Unterkiefer trägt 32 – 42 Reihen scharfer, etwa gleichgroßer Zähne. Die Oberseite der Körperscheibe ist recht variabel gefärbt. Sie reicht von grau über brauch bis fast schwarz und ist mit hellbraunen, zuweilen milchweißen Flecken versehen. Die Unterseite ist grau und besitzt zahlreiche kleine Flecken am Rand.
Wie die meisten Rochen hält sich auch diese Art am Boden in etwa 100 – 1000m Tiefe auf, am häufigsten wird sie aus Tiefen zwischen 130 und 275m über weichem Lehmboden gefischt.
Vorn und hinten befinden sich an der doppelt gewölbten Eikapsel kurze Hornauswüchse. Ohne diese sind die Kapseln 12 – 13cm lang und 7 – 10cm breit. Im Mittelmeer sind die Eikapslen etwas größer. Die Eiablage fällt je nach Wassertemperatur in verschiedene Monate, im Mittelmeer sind es Februar bis April, in der Nordsee Juni und Juli. Jungtiere jagen Krustentiere und stellen sich dann nach und nach auf Fischnahrung um.
Die Jagdbeute stellen kleinere Fische der Gattungen Sebastes, Trigla, Callionymus u.a. dar. Geschlechtsreif werden die Rochen mit rund einem Meter Körperlänge. Der Spitzschnauzige Rochen ist eine verbreitete Rochenart, über deren Verhalten jedoch bisher nichts bekannt ist.
Wirtschaftlich ist sie ohne Bedeutung, doch gelangt sie hier und da als Beifang in die Trawlnetze.