Größe: 15 – 20 cm, max. 25 cm Gewicht: 200 – 300 g, max. 500 g Fruchtbarkeit: 500 – 5000 Eier D X 10 – 13; A III 10 – 12; l.l. 35 – 46 Verbreitung: ursprünglich im Osten Nordamerikas beheimat. Nach Europa wurde die Art Ende des 19ten Jahrhunderts eingeführt als Zierfisch in Parkteichen, Gartenbecken und Aquarien. Von hier aus gelangte sie in freie Gewässer, so dass sie heute inselartig in West-, Mittel- und teilweise auch in Osteuropa sowie auf den Britischen Inseln verbreitet ist.
Der Sonnenbarsch, der ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas stammt, gehört heute wohl zu den farbisten europäischen Süßwasserfischen.
Er behält sein buntes Farbkleid im Unterschied zu Elritze, Äsche oder Saibling das ganze Jahr über. Der hochrückige, von der Seite fast runde Rumpf ist stark abgeflacht und trägt große Schuppen und eine lange Rückenflosse. Meist ist der Rücken olivgrün gefärbt, die Seiten sind bläulich mit runden orangefarbenen bis rotbraunen Flecken. Auf dem Kiemendeckel leuchten blaue bis blaugrüne wellenförmige Längsstreifen. Auf dem langen, nach hinten gerichteten Ausläufer des Kiemendeckels befindet sich ein roter Fleck mit einem schwarzen Rand. Der Bauch ist rosa- bis orangefarben.
Sonnenbarsche sind vor allem an flachen, zugewachsenen Stellen in Flüssen und Seen mit sauberem stehendem oder langsam fließendem Wasser anzutreffen. Sie leben von Plankton, Wirbellosen des Bodens und Fischbrut.
Geschlechtsreif werden sie im dritten oder vierten Lebensjahr, die Laichzeit fällt in den Mai und Juni. Vom Boden entfernen die Männchen allen Unrat und legen an dieser Stelle eine flache Laichgrube von 20 – 40 cm Durchmesser ab. Oft liegen die Nester in kleinen Kolonien dicht nebeneinander. Während der Bauzeit und auch eine gewisse Zeit danach vertreiben die Männchen in heftigen Angriffen andere Fische einschließlich der arteigenen Weibchen. Mit der Zeit werden die Angriffe auf die sich nähernden Weibchen weniger wütend, bis sie von den Männchen selbst zur Laichgrube gedrängt werden. Beim Laichakt liegt das Weibchen seitlich in der Laichgrube unter dem Männchen und beide Fische lassen, am Körper bebend, in kurzen Intervallen Rogen und Milch ab. Der Laichvorgang dauert 15 – 30 Minuten und anschließend verjagt das Männchen die Partnerin und bewacht das Gelege bis zum Schlüpfen der Larven.