Größe: 30 – 45 cm, max. 60 cm Gewicht: 1- 2 kg, max. 3 kg Fruchtbarkeit: 10000 – 150000 Eier D 70 – 87; A 54 – 74; P 6 – 10 Verbreitung: Atlantikküste Europas und Afrikas, Mittelmeer, Südgebiete der Nordsee, Westgebiete der Ostsee.
Der wissenschaftliche Name und auch die Bezeichnung in den meisten europäischen Sprachen für diesen Fisch spiegeln seine Körperform wieder. Häufig wird diese Art Seezunge, -sohle oder –sandale genannt.
Der kleine Kopf ist abgerundet, er hat ein schiefes Maul und kleine Augen. Bei der Futtersuche orientiert sich die Seezunge vorwiegend mit dem Geruch. Die Nasenöffnungen auf der Körperunterseite sind leicht röhrchenartig gewölbt, jedoch nicht rosettenförmig. Nahe dem Maul wachsen auf der Kopfunterseite kurze Hautstummel. Die Oberseite des Körpers ist braun mit unregelmäßigen dunkleren und helleren Flecken, am Ende der Brustflossen befindet sich je ein schwarzer Fleck. Unten ist die Seezunge cremeweiß.
Sie lebt vorwiegend auf Sandgrund in 10 bis 100 m Tiefe, ausnahmsweise auch bis 200 m tief. Bereits in 1,5 bis 3 m kann man die Jungfische oft antreffen.
Von April bis August laichen die Seezungen in Küstennähe etwa in 40 – 50 m Tiefe. Bei den zu Beginn pelagisch lebenden Larven verschiebt sich das linke Auge auf die rechte Seite bei Erreichen einer Körperlänge von 12 – 15 mm. Während dieser von weiteren adaptiven Veränderungen gekennzeichneten Metamorphose gehen die Larven auf ein Leben am Boden über.
Erwachsene Tiere graben sich tagsüber in den Grund ein und werden erst nachts aktiv, dann kann man sie manchmal sogar an der Oberfläche antreffen.
In ihrer Nahrung überwiegen Würmer und Weichtiere.
Die Seezunge ist der meistgefischte Vertreter der Familie Soleidae. Jährlich gehen 35 000 bis 45 000 in die Netze.