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Günni Offline

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Beiträge: 997


06.07.2008 05:41
Seeskorpion antworten
Seeskorpion
(Myoxocephalus scorpius)

Größe: 25 – 30 cm, in arktischen Gewässern bis 60 cm
Gewicht: 300 – 500 g, ausnahmsweise bis über 1 kg
Fruchtbarkeit: 2000 – 3000 Eier
D1 VII – XI; D2 14 – 17; A 10 – 15; P 16 – 18
Verbreitung: in allen Meeren Nordeuropas und vor der Atlantikküste Nordamerikas. Nach Süden kommt die Art bis zum Golf von Biscaya vor, tritt auch in der Ostsee auf.

Der Kopf des Seeskorpions ist nicht ganz so breit wie bei dem Vierhörnigen Seeskorpion. Die Kopfhaut ist entweder glatt oder mit warzenähnlichen Poren versehen. Überaugen- und Nasenhöcker sind weniger stark entwickelt als beim Vierhörnigen Seeskorpion, doch sind die Kiemendeckelstacheln länger und fügen bei Stechen größere Schmerzen zu. Der Schwanzstiel ist kurz und verhältnismäßig hoch. An den Seiten stehen über und unter der Seitenlinie aus der Haut Knochenplättchen hervor, die am Hinterende mit mehreren Dornen versehen sind. Männchen haben zumeist mehr und besser bewehrte Plättchen als die Weibchen, bei denen sie zuweilen ganz fehlen. Der obere Teil des Körpers ist grünbraun bis grau mit mehreren dunkleren Flecken. Bei den Männchen ist die Bauchseite kirschrot gefärbt, bei den Weibchen orangefarben. Beide Geschlechter haben größere weiße Flecken an Bauch und Seiten. Jedoch ist die Körperfarbe sehr variabel.

Seeskorpione leben überwiegend in der Küstenzone bis 25 m tief, wurden aber auch schon in 100 – 250 m Tiefe gefangen. Sie vertragen größere Schwankungen der Temperatur und des Salzgehaltes des Wassers und kommen nicht selten auch im Brackwasser vor. Mit Vorliebe halten sie sich über steinigem Grund auf, in Häfen findet man sie an unter Wasser befindlichen Betonteilen der Molen und anderen Anlagen. Oft bleiben sie bei Ebbe in den Restpfützen.

Ihre Laichreife erlangen sie mit 3 – 4 Jahren, sie vermehren sich von Dezember bis März. Das Männchen bewacht die vom Weibchen zwischen Steinen am Boden abgelegten Eier.

Seeskorpione ernähren sich vor allem von Fischen, weniger von größeren Krustentieren und Würmern.

Wirtschaftliche Bedeutung haben sie nicht, in den nordischen Ländern wird ihr Fleisch zuweilen, nachdem die Haut abgezogen ist, gegessen.

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