Größe: 25 – 35 cm, ausnahmsweise bis 40 cm Gewicht: 0,5 – 1,5 kg, vereinzelt bis 3 kg Fruchtbarkeit: 20000 – 50000 Eier, bei Trophäen bis 300000 Eier D III 8 – 9; A III 17 – 22; l.l. 51 – 64 Verbreitung: Einzugsgebiet von Nordsee und Ostsee in den Flüssen von der Weser bis zur Newa. In Südschweden und Finnland kommt die Art bis zum 62. Grad nördlicher Breite vor. In den Zuflüssen des Schwarzen Meeres tritt von der Donau bis zum Kumba V. vimba natio carinata auf, deren fleischiger Rüssel weiter nach vorn gezogen ist.
Die Zährte wird manchmal mit dem Blei oder der Nase verwechselt. Von der Gattung Abramis unterscheidet sie der deutlich niedrigere, gestrecktere Körperbau, von der Nase wiederum die viel längere Afterflosse und die Maulform. Charakteristisch für sie sind die scharfen Kielschuppen hinter der Rückenflosse und besonders der in einen fleischigen Rüssel endende Kopf, wonach die Art in vielen Sprachen ihren Namen erhielt. Unterhalb des Rüssels steht das bogenförmige Maul im Unterschied zur geraden Maulspalte der Nasen. Der Rücken ist graublau gefärbt, der Bauch orangeweiß.
Zährten sind halbwandernde Fische, die vor allem in den unteren ruhigeren Flussabschnitten leben, aber auch bis in die Mittelläufe aufsteigen. Oft wandern sie über Hunderte Kilometer weit. Sie kommen auch in stehenden Gewässern und im Meer vor den Flussmündungen vor, in die sie zum Laichen vordringen.
Den Großteil ihrer Nahrung bilden Bodentiere, was auch der Maulform entspricht.
Auf die stromaufwärts führenden Laichzüge begeben sie sich in Schwärmen. Von Ende April bis zum Juli legen sie ihre Eier in mäßiger Strömung in meist 2 – 3 Portionen auf steinigem Grund ab.
Obwohl die Zährtenbestände nicht allzu zahlreich sind, werden diese Fische gern geangelt. Zum Fang muss leichtes Gerät genommen werden. Besonders in der kühleren Jahreszeit ist ihr Fleisch von ausgezeichnetem Geschmack.