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Günni Offline

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Beiträge: 997


06.07.2008 05:48
Seequappe, Mittelmeer- antworten
Seequappe, Mittelmeer-
(Gaidropsarus mediterraneus)

Größe: 30 – 40 cm, max. 50 cm
Gewicht: 0,4 – 1 kg
Fruchtbarkeit: 100000 – 450000 Eier
D1 17 – 19; D2 54 – 60; A 44 – 49; P 15 – 17
Verbreitung: Atlantikküste Europas und Nordamerikas von Mittelnorwegen bis Marokko, das Schwarze und Mittelmeer.

Die Mittelmeer-Seequappe erinnert in ihrer Körperform an die Quappe (Lota lota) Die erste Rückenflosse der Mittelmeer-Seequappe bildet einen deutlich herausragenden Strahl, dem in einer Längsfurche des Rückens zahlreiche kleine und schwache Weichstrahlen folgen. Die zweite Rückenflosse und die Afterflosse sind lang und werden von gleichmäßig hohen Strahlen gestützt. Am Vorderrand der Nasenlöcher steht je eine Bartel, eine dritte befindet sich wie bei den anderen Quappen am Kinn. Die Schwimmblase ist nur rudimentär ausgebildet, der Unterkiefer ist kürzer als der Oberkiefer, die Seitenlinie senkt sich in einem Bogen vor dem Ansatz der Afterflosse. Sehr wechselhaft ist die Hautfärbung. Rücken und Seiten sind meist mehr oder weniger dunkelbraun, der Bauch ist heller. Über den ganzen Körper und die Flossen sind zahlreiche helle und dunkle Flecken verschiedener Größe verteilt.

Mittelmeer-Seequappen leben an felsigen Küsten über steinigem Grund in Tiefen bis 30 m, vereinzelt auch über anderem Boden oder in größeren Tiefen. Zum Laichen entfernen sie sich von der Küste, meist geschieht dies in den Sommermonaten, an mehreren Standorten aber auch schon im Herbst oder Frühling. Laich und Larven leben pelagisch, die Jungfische halten sich bevorzugt an der Oberfläche auf. Mit 4 – 5 cm ziehen sie näher zur Küste und steigen zum Grund hinab.

Sie ernähren sich jetzt vor allem von kleinen Fischarten, Krustentieren, Würmern und Krabben.

In den Fischernetzen finden sie sich nur selten. Ihr Fleisch gilt als schmackhaft. Da sie sich in manchen Jahreszeiten in großen Mengen an der Küste ansammeln, spielen sie dort in der Ökologie als Konsument oder als Nahrungsquelle eine wichtige Rolle. Ihre systematische Einordnung ist noch nicht ganz geklärt.

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