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Günni Offline

Administrator
Beiträge: 997


06.07.2008 05:51
Seepferdchen, Langschnauziges antworten
Seepferdchen, Langschnauziges
(Hippocampus guttulatus)

Größe: bis 15 cm, gewöhnlich 10 – 12 cm
Fruchtbarkeit: 100 – 300 Eier
D 18 – 21; A 16 – 18
Verbreitung: Atlantikküste Europas von England bis Gibraltar, Mittelmeer und Schwarzes Meer.

Die Seepferdchen stellen eine interessante Fischgattung dar, denen sie Schwanzflosse fehlt und deren Körperende bauchwärts gedreht ist. Der Kopf steht senkrecht zur Körperachse, so dass der Fisch an einen Springer im Schachspiel erinnert. Körper und Schwanz sind in Knochenringen eingeschlossen.

Insgesamt gibt es 25 Arten in tropische und subtropischen Meeren. In europäischen Gewässern leben drei Arten. Das Langschnauzige Seepferdchen unterscheidet sich vom Kurzschnauzigen Seepferdchen durch die größere Anzahl der Strahlen in Rücken- und Brustflosse, durch die längeren Röhrenkiefern und durch fadenförmige Hautauswüchse am Kopf und auf dem Rücken. Der Körper ist dunkelbraun mit einem Hauch ins Rötliche, manchmal ist er auch grau oder graubraun. Die Bauchseite ist heller, an den Seiten sind zahlreiche helle Flecken, die sich zuweilen zu unregelmäßigen Streifen vereinen. Auf der Rückenflosse erkennt man zwei Längsbinden, die erste ist dunkel und von einem hellen Streifen gesäumt.

Die Langschnauzigen Seepferdchen laichen vom Frühjahr bis in die Sommermonate in geringer Tiefe zwischen Wasserpflanzen. Während des Hochzeitsspiels legt das Weibchen seine Eier in die Bruttasche des Männchens, die sich in Höhe der ersten 7 oder 8 Knochenringe auf der Bauchseite befindet. Hier entwickeln sic die befruchteten Eier und auch die Larven. Das Männchen kann 100 – 200 Eier in seiner Tasche haben.

Als Nahrung dient den Seepferdchen Plankton. Den größten Teil ihres Lebend halten sie sich in der Nähe der Küste zwischen Meeresalgen auf, an denen sie sich mit ihrem Greifschwanz festhalten. Nur selten werden sie auf hoher See gefischt.

Hier und da werden sie in Aquarien gehalten, einerseits wegen ihrer interessanten Körperform und andererseits, weil sie sehr tiefe Töne mit einer Amplitude von 500 – 400 Hz ausstoßen, die an Fingerschnippen erinnern. Diese Töne geben sie besonders in der Fortpflanzungszeit von sich.

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