Größe: 30 – 40 cm, vereinzelt bis 45 cm Fruchtbarkeit: 100 – 250 Eier D 35 – 42; P 11 – 14 Verbreitung: an den europäischen Atlantikküsten von Mittelnorwegen bis Nordspanien.
Der Körper der Großen Seenadel ist dünn und im Querschnitt sechseckig. Die Tiere haben eine kleine Schwanzflosse und eine verkümmerte Afterflosse, 19 – 21 Rumpfringe und 43 – 46 Schwanzringe. Die Körperfarbe ist stark variabel und schwankt von Grau über Grün bis Hellbraun und Rot, zuweilen ist sie auch schwarz mit bräunlichen Streifen.
Erwachsene Exemplare leben in seichten Küstengewässern, meist im Bewuchs von Algen und Wasserpflanzen, doch kommen sie auch im offenen Wasser vor. Süßerem Brackwasser weichen sie aus.
Interessant ist die Art ihrer Fortpflanzung. Von Mai bis August legen die Weibchen ihre Eier in eine Brusttasche des Männchens, sie sich an dessen Schwanzunterseite befindet und von Hautfalten und Knochenschilden geschützt wird. Während ihrer Entwicklung in der Bruttasche werden die Eier mit Sauerstoff versorgt, der aus den die schleimige Bruttaschenwand durchziehenden Adern stammt. Die geschlüpften Larven leben pelagisch und kehren nicht wieder in die Bruttasche zurück.
Kleine Krustentiere sowie der Laich verschiedener Fischarten sind die Nahrung der großen Seenadel. Ihre Beute saugt sie mit röhrenförmigen Maulöffnung wie mit einer Pipette an.
Wirtschaftliche Bedeutung hat sie nicht, manchmal wird sie in Meeresaquarien gehalten.