Größe: 1 – 1.20 m, vereinzelt bis 1,50 m Gewicht: 5 – 8 kg, max. 11 kg D1 9 – 11; D2 36 – 40; A 36 – 40; P 12 – 14; V 7 Verbreitung: im Atlantischen Ozean von der Nordwestküste Afrikas bis Island und den Lofoten.
Der Seehecht, der einzige in Europa lebende Vertreter der Seehechte, hat einen schlanken Körper, großen Kopf und ein Maul mit starken, zurück gebogenen Zähnen. Seine Körperform erinnert an die des Hechts, so dass er bereits im Mittelalter mit dem Namen maris lucius bedacht wurde, der die Grundlage für seine wissenschaftliche Bezeichnung und für die Benennung in vielen europäischen Sprachen bildete. Die erste Rückenflosse ist kurz und dreieckig, die zweite Rückenflosse und die Afterflosse sind lang und leicht eingebuchtet. Der Rücken ist graublau gefärbt, Bauch und Seiten sind silberweiß.
Seehechte leben in ihrer Mehrheit am Rande des Kontinentalschelfs in 150 – 550 m Tiefe, im Sommer aber in flacheren Gewässern. Diese Tiere sind ausgezeichnete Schwimmer, halten sich tagsüber am Grund auf und unternehmen nachts Wanderungen zur Oberfläche auf der Suche nach Nahrung. Größere Wanderungen absolvieren sie im Laufe des Jahres.
Sie laichen im Frühling, im Norden ihres Areals auch im Sommer und immer in Ufernähe in 100 – 800 m Tiefe. Die Männchen werden mit einer Länge von 40 cm geschlechtsreif, die Weibchen erst bei 70 cm.
Seehechte haben wenig fettes und sehr gut schmeckendes Fleisch, das in letzter Zeit besonders als gefrorenes Fischfilet auf den Markt kommt. Vorwiegend werden die Fische mit Trawlnetzen gefangen, pro Jahr belaufen sich die Fangmengen auf rund 120 000 Tonnen, früher waren es noch mehr. Im letzten Vierteljahrhundert wurden die Bestände nämlich durch unüberlegtes, industriemäßiges Überfischen stark reduziert.