Größe: 40 – 50 cm, ausnahmsweise bis 75 cm Gewicht: 1 – 3 kg, max. 7 kg D XII 9 – 11; A III 8 – 9; V I 5 Verbreitung: im Atlantischen Ozean an den Küsten Europas und Afrikas, vom Golf von Biscaya bis Angola, im Mittelmeer, besonders im Westteil.
In der Körperform ähnelt die Gemeine Seebrasse dem verwandten Goldbrassen. Beide haben ein steiles Kopfprofil mit einem scharfen Knick. In Rücken- und Afterflosse befinden sich bei der Gemeinen Seebrasse weniger verzweigte Weichstrahlen. An beiden Kiefern sitzen vorn 4 – 6 kräftige Fangzähne, dahinter zwei Reihen flacher Mahlzähne, die in der Lage sind, die Schalen von Weichtieren zu zermahlen. Von der Goldbrasse unterscheidet sich die Gemeine Seebrasse vor allem in der Färbung, in der Rosarot überwiegt, das an den Seiten durch einen Silberglanz ergänzt wird. Der Rücken ist dunkler, die Flossen sind rötlich.
Zumeist leben die Fische über Sand- oder Lehmboden in 20 – 50 m Tiefe, in Ausnahmen bis 150 und mehr Metern Tiefe. Häufig suchen sie auch mit Algen und Wasserpflanzen bewachsene Stellen auf.
Wie die Goldbrasse, ist die Gemeine Seebrasse hermaphroditisch, doch gibt es über ihre Vermehrung und Lebensweise kaum Angaben. Zur Fortpflanzung kommt es zum Sommerende und im Herbst, die Eier sind pelagisch. Die Larven entwickeln sich in seichterem Wasser als die erwachsenen Fische, die sich mit nahendem Winter in größere Tiefen zurückziehen.
Sie leben von Fischen und vor allem von Weichtieren und Krabben deren Schale und Panzer sie mit ihrem kräftigen Gebiss leicht zermalmen. Das weiße Fleisch schmeckt ausgezeichnet.
Man fängt die Fische überwiegend mit Schleppnetzen, hauptsächlich vor den Küsten Mauretaniens und Senegals, wo jährlich 10 000 – 12 000 Tonnen in die Netze gehen. Im Mittelmeer schwanken die Fänge zwischen 1000 und 2000 t. Ziemlich häufig werden sie auch geangelt.