Größe: bis 3 m, Männchen bis 1,5 m Gewicht: bis 65 kg Fruchtbarkeit: 3 – 8 Millionen Eier D 270 – 300; A 205 – 230 Verbreitung: Atlantikküste Europas und Nordafrikas, Mittelmeer.
Der Meeraal ist ein graublau bis schwarz gefärbter Fisch mit creme farbener Bauchseite, dessen unpaare Flossen und Bauchflosse dunkel umrandet sind. Der Meeraal ist wesentlich größer als der Flussaal.
Er laicht im östlichen Atlantik zwischen 30 und 4 °C nördlicher Breite in 3 – 4 Tausend Meter Tiefe. Auch die Mittelmeer – Population vermehrt sich hier, von der auch zahlreiche Larven durch die Straße von Gibraltar hierher gelangen. Früher wurden die Larven ähnlich wie beim Flussaal als selbstständige Art angesehen, sie sind aber bedeutend größer als jene, vor der Umwandlung erreichen sie bis 16 cm Länge.
Meeraale leben von einer Reihe von Meerfischarten, hauptsächlich Heringen und Dorschartigen. Außerdem fangen sie noch große Krebstiere wie Hummer und Krabben. Sie halten sich entlang felsiger Küsten, aber auch im offenen Meer auf. Noch ist nicht klar, ob sie längere Wanderungen zum Laichen oder auf der Suche nach Nahrung unternehmen oder nicht.
Ihre wirtschaftliche Bedeutung ist nur gering. Die meisten Meeraale werden vor der Südwestküste Europas gefangen, in der Nordsee fängt man sie nur selten. Sportangler verfolgen sie auch mit der Angel. Insgesamt beläuft sich der Jahresfang auf 11 300 Tonnen.