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Günni Offline

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Beiträge: 997


06.07.2008 06:08
Schwarzmundgrundel antworten
Schwarzmundgrundel
(Gobius melanostomus)

Größe: 11 – 17 cm, max. 25 cm
Fruchtbarkeit: 200 – 4000 Eier
D1 VI; D2 I 12 – 17; A I 10 – 14; l.l. 45 – 57
Verbreitung: entlang der Schwarzmeerküste und in den Zuflüssen.

Am Ende der ersten Rückenflosse der Schwarzmundgrundel befindet sich ein großer, schwarzer Fleck. Die Stirn ist leicht gewölbt, der Unterkiefer steht nicht vor. Die Zunge ist vorn glatt abgeschnitten oder leicht eingeschnitten. Der dunkelbraungraue oder dunkelgelbbraune Körper trägt dunkle Flecken. Bei jungen Fischen ist der schwarze Fleck auf der Rückenflosse weiß umrandet.

In der Laichzeit sind die Männchen sehr dunkel und haben vergrößerte unpaare Flossen mit weißer Umrandung. Die Schwarzmundgrundeln beginnen im Frühjahr zu laichen, sobald das Wasser sich auf 6°C erwärmt hat. Die Laichzeit liegt von Ende März bis August, wenn das Wasser mindestens 10 – 12°C warm ist. Nach dem Laichen verlassen die Weibchen die Nähe der Küste. Die Eier werden in Nester in der Küstenzone auf die Unterseite von Steinen in Felsspalten oder Klüften, aber auch auf Unebenheiten am Grund oder an ins Meer gelangten Gegenständen abgelegt. Auch hier schützt das Männchen das Nest und führt den Eiern mit den Bewegungen seiner großen Brustflossen frisches, sauerstoffreiches Wasser zu. Da im Gelege verschieden alte Eier liegen, schlüpfen die Larven nicht gleichzeitig. Schwarzmundgrundeln erreichen im zweiten Lebensjahr mit über 5 cm Länge ihre Geschlechtsreife.

Im Winter fasten sie und beginnen erst im Frühjahr bei Wassertemperaturen um 8°C wieder Nahrung aufzunehmen. Am stärksten mästen sie sich in den Sommermonaten. Vor allem fressen sie Weichtiere, Würmer und in geringerem Maße auch Krustentiere. Die Brut ernährt sich von Zooplankton. Während des Laichens und beim Beschützen des Nestes nimmt das Männchen keine Nahrung zu sich, es magert schnell ab und ein nicht geringer Prozentsatz der Tiere verendet.

Diese Art ist die verbreiteste Grundel im Schwarzen Meer.

Sie wird intensiv befischt und jährlich werden bis 50 000 t gefangen. Auf den Markt kommen die Schwarzmundgrundeln meist als Konserve in Tomatensoße.

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