Größe: 80 – 100 cm, max. 120 cm Gewicht: 10 – 25 kg, vereinzelt bis 45 kg Fruchtbarkeit: bis 300000 Eier von 4 – 4,5 mm Durchmesser D 90 – 103; A 66 – 79; P 13 – 15 Verbreitung: im Nordatlantik von der Barentssee bis zur nordamerikanischen Küste. Besonders häufig vor der Südostküste Grönlands. Im Norden des Stillen Ozeans ist die Unterart R. hippoglossoides matsuurae heimisch.
Der Heilbutt, der einzige Vertreter dieser Gattung, hat die Augen auf der rechten Körperseite, allerdings befindet sich das obere Auge direkt auf dem Scheitel. Die Rückenflosse setzt erst hinter diesem Auge an. Vom Kopfende bis zur gerade endenden Schwanzflosse verläuft die Seitenlinie praktisch in einer Gerade. Die Farbe der Oberseite schwankt zwischen braunen, graubraunen und grünbraunen Schattierungen. Im Erwachsenenstadium ist die Unterseite ebenfalls pigmentiert und nut wenig heller als die Oberseite.
Die Schwarzen Heilbutte leben zumeist am Rande des Kontinentalschelfs in 200 bis 2000 m Tiefe in 0 – 3°C warmen Wasser. Sie leben nicht ständig am Grund, sondern schwimmen die meiste Zeit im freien Wasser, wodurch sich auch die beidseitige Färbung und die relativ Symmetrie erklärt. Die Fische schwimmen auch in der normalen Lage mit dem Rücken nach oben und nicht auf der Seite, wie das bei fast allen Plattfischen üblich ist.
Sie leben überwiegend von Fischen.
Während die Männchen mit 9 – 10 Jahren laichreif werden, tritt dies bei den Weibchen um zwei Jahre später ein. In der Zeit von Mai bis Juli laichen die Fische in Tiefen von 700 – 1500 m. Die Eier, Larven und Jungfische sind pelagisch. Zur Umwandlung des Körpers kommt es mit 6 – 8,5 cm Körperlänge, wobei auch die Farbe der Unterseite zu verblassen beginnt. Die Jungfische ziehen sich dann an seichte Stellen zurück und leben häufig am Grund. Später, mit einer Größe von 16 – 20 cm, beginnt die Körperunterseite wiederum zu dunkeln, was offensichtlich mit dem überwiegenden Aufenthalt im Pelagial zusammenhängt.
Heute ist der Schwarze Heilbutt der zweitwichtigste Nutzfisch unter den Plattfischen. Sein weißes, saftiges Fleisch schmeckt ausgezeichnet und wird geräuchert besonders geschätzt. In den letzten Jahren belaufen sich die Fangzahlen auf jährlich 70 000 – 130 000 Tonnen.