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Günni Offline

Administrator
Beiträge: 997


06.07.2008 19:17
Schrätzer antworten
Schrätzer
(Gymnocephalus schraetser)

Größe: 10 – 20 cm, max. 24 cm
Gewicht: bis 150 g
Fruchtbarkeit: 2000 -10000 Eier
D XVII – XIX 12 – 13; A II 6 – 7; l.l. 55 – 62
Verbreitung: im Einzugsgebiet der Donau von Bayern bis in ihr Delta.

Der Körper des Schrätzers ist seitlich abgeflacht und relativ niedriger als bei der vorherigen Art, das Maul ist auffällig lang gezogen. Da die Schuppen kleiner sind, sind von ihnen in der Seitenlinie anderthalb mal soviel wie beim Kaulbarsch. Auch der vordere Rückenflossenteil ist länger und besitzt mehr Haarstrahlen. Die Rückenseite ist olivgrün, die Seitenpartien sind gelb und besitzen 3 – 4 schwarze, zuweilen unterbrochene Längsstreifen. Auf der Rückenflosse stehen vorn in regelmäßigen Reihen ovale, dunkle Flecken.

Der Schrätzer bewohnt tiefere Stellen in schnell fließendem Wasser mit steinigem oder sandigem Grund. An einigen Stellen tritt der in kleineren Schwärmen lebende Fisch gemeinsam mit dem Kaulbarsch auf.

Seine Nahrung sind Insektenlarven, Eier und Brut verschiedener Fischarten. Doch sind seine Bestände nie so zahlreich, als dass er ein ernstzunehmender Futterkonkurrent für die anderen Fischarten sein könnte. In Fischteichen kommt er nicht vor.

Über die Fortpflanzung sind bis jetzt keine Einzelheiten bekannt, doch kann man voraussetzen, dass das Laichverhalten ähnlich dem des Kaulbarsches ist, mit dem Unterschied, dass der Schrätzer Flussabschnitte mit größerer Strömung bevorzugt.

Wirtschaftlich ist er ohne Bedeutung, nur vereinzelt wird er mit der Angel gefangen.

In den Zuflüssen des Schwarzen Meeres ist noch ein weiterer Vertreter der Gattung beheimatet, der Don-Kaulbarsch, dessen Körperform der des Schrätzers ähnelt, er hat allerdings keine Längsstreifen. Auch er bevorzugt schnell fließendes Wasser, laicht zeitig im Frühjahr und seine Eier bleiben nach dem Laichen am Grund kleben. Bei 14°C Wassertemperatur entwickeln sich die Eier 7 – 8 Tage und weitere 9 -10 Tage verzehren die Larven den Dottersack. Die Art ist sehr geschätzt als Suppenfisch.

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