Größe: 40 – 60 cm, max. 100 cm Gewicht: 1 – 3 kg, max. 7 kg Fruchtbarkeit: 100000 – 600000 Eier D 67 – 84; A 45 – 61; P 8 – 14; V 6 Verbreitung: in großen Teilen des Mittelmeers, in der Ostsee, im Atlantik von Gibraltar bis zur Barentssee. Auch in der Umgebung Islands und Südgrönlands.
Die Scholle ist die meistgefischte Art der Plattfische nicht nur an den europäischen Küsten, sondern überhaupt. Eng verwandt ist sie besonders mit den Gattungen Limanda und Liopsetta. Wie deren Vertreter ist auch die Scholle rechtseitig und nur bei einem geringeren Prozentsatz der Fische verschieben sich die Augen auf die linke Körperseite. Hinter den Augen hat die Scholle einen niedrigen Knochenkamm, der am Ansatz der Seitenlinie endet und aus 4 – 8 Höckern besteht. Von beiden Seiten ist der Körper mit kleinen Rundschuppen bedeckt, die Seitenlinie verläuft mit Ausnahme eines kleinen Bogen über der Basis der Brustflossen regelmäßig der Körpermitte entlang. Auf dem Unterkiefer an der blinden Seite des Körpers sind die Zähne besser entwickelt. Die Oberseite der Schollen ist braun bis grünbraun gefärbt und weist große, hellrote oder orangefarbende Flecken auf, die unregelmäßig über Rumpf, Kopf und unpaare Flossen verteilt sind. Die Körperunterseite ist weiß.
Überwiegend leben die Fische auf Sandboden in Tiefen von 1 bis 250 m (meist in 10 – 15 m Tiefe). Jüngere Exemplare vertragen gut den Aufenthalt im Brackwasser und schwimmen zuweilen in die Flussmündungen ein.
Sie laichen in der Zeit von Januar bis Mai. Eier und Larven schwimmen zunächst in den Oberflächenschichten und gehen erst mit 13 – 17 mm Länge auf das Leben am Grund in Küstennähe über.
An den südlichen Standorten erlangen die Männchen im Alter von 3 – 6 Jahren die Geschlechtsreife, die Weibchen mit 4 – 7 Jahren. Im Norden reifen sie später, die Männchen mit 8 – 10 die Weibchen mit 9 – 12 Jahren. Ihr Höchstalter beträgt 25 – 30 Jahre.
In der Nahrung überwiegen Muscheln, deren Schalen mit Hilfe der kräftigen Schlundzähne zermalmt werden. In geringerem Maße werden auch Bodenfische gejagt.
Die jährlichen Fangquoten liegen zwischen 150 000 – 170 000 t, wobei 6 – 12 jährige Schollen überwiegen.