Größe: 10 – 15 cm Gewicht: 20 – 30 g Fruchtbarkeit: 3000 – 8000 Eier D II – III 7 – 8; A III 12 – 17; l.l. 44 – 51 Verbreitung: Flüsse Frankreichs und Belgiens, Flußgebiet der Nordsee und der Ostsee, des Schwarzen Meeres, Ostgebiete des Mittelmeeres.
Für diesen kleinen Fisch ist eine dunkle doppelte Punktreihe beiderseits der Seitenlinie charakteristisch. Von der Ukelei unterscheidet er sich durch die glatten Schlundzähne (bei der Ukelei sind sie schwach gesägt). Die Afterflosse ist land, aber doch kürzer als z. B. die der Bleie. Meist ist der Rücken höher als bei der Ukelei. Die Farbe ist dunkelgrün, wobei die Seiten leicht silbrig sind. Im Vergleich zur Ukelei überwiegen die dunklen Töne. Die Ansatzstellen der Bauchflossen sind rosa die übrigen Flossen grau.
Schneider werden 5 – 6 Jahre alt und erreichen im dritten Lebensjahr die Geschlechtsreife. Im Mai und Juni laichen sie in Flussabschnitten mit stärkerer Strömung und größeren Bächen über steinigem oder kiesigem Grund. Die Entwicklung des Laichs dauert je nach Wassertemperatur 4 – 10 Tage. Hauptnahrung ist das Zoobenthos, besonders Larven der Köcherfliegen, dazu kommen noch auf das Wasser gefallene Fluginsekten.
Wir finden den Schneider an seichteren Stellen in der Strömung mittlerer und größerer Wasserläufe, wo er zusammen mit der Ellritze, dem Gründling und anderen Bewohnern dieser Region lebt. Man kann aber auch im ruhigen Wasser der Flussunterläufe, in sauberen Seen und in einigen Stauseen auf ihn treffen
Wirtschaftliche Bedeutung hat er nicht, dient aber größeren Forellen, Quappen oder Aalen als Nährfisch. Beim Angeln auf Hechte oder Zander werden Schneider auch als Köderfisch verwendet.