Größe: 14 – 16 cm (Weibchen), bis 20 cm (Männchen) Gewicht: 50 – 120 g Fruchtbarkeit: 2500 – 12000 Eier D X – XIII 9 – 12; A III 8 – 10; l.l. 80 – 94 Verbreitung: im Mittelmeer, Schwarzen Meer und im Atlantischen Ozean an der spanischen und portogiesischen Küste.
Die Schnauzenbrassen, ein kleiner Fisch, hat einen barschähnlichen, gestreckten und niedrigen Körper (dessen Höhe 17 – 20% der Körperlänge ausmacht). Der Augendurchmesser ist kleiner als der Abstand zwischen Auge und Schnauzenspitze. Der Rücken ist graubraun bis blaugrau gefärbt, an den Seiten befinden sich hellere Querbinden, besonders bei den Weibchen in der Laichzeit. Bei den Männchen an den Flanken oberhalb der Brustflossenspitze fällt ein dunkler Fleck auf.
Die Fische halten sich in küstennahen Gewässern auf, wo sie Algenbestände und Seegras über Sand- oder Schlammgrund bevorzugen. Hier laichen sie auch in der Zeit von April bis Juni. Die Männchen legen dann mit der Schwanzflosse ein tellerförmiges Nest am Grund an. Das Laichen wird über Nacht unterbrochen. Die befruchteten Eier bleiben am Boden kleben. Ähnlich den übrigen Vertretern dieser Gattung entwickeln sich aus dem Laich der Schnauzenbrassen nur Weibchen. Diese sind Ende des ersten Jahres laichreif.
Im Alter von 3 Jahren kommt es bei einer Körperlänge von 13 – 15 cm zur Umkehrung des Geschlechts, so dass die Fische über 16 cm ausschließlich Männchen sind (proterogynischer Hermaphrodit).
Aus der gesamten Familie besitzt diese Art das wohlschmeckendste Fleisch und wird im Mittelmeer und im Schwarzen Meer intensiv gefischt.
Obwohl Fische dieser Art den Großteil der Spicara-Fänge ausmachen, sind sie ohne größere wirtschaftliche Bedeutung.