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Günni Offline

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06.07.2008 19:28
Schmerle antworten
Schmerle (Bartgrundel)
(Noemacheilus barbatulus)

Größe: 10 – 15 cm, max. 18 cm
Gewicht: 80 – 150 g, in Ausnahmefällen bis 200 g
Fruchtbarkeit: 3000 – 25000 Eier
D II – IV 7 – 8; A II – IV 5 – 6
Verbreitung: im Größten Teil Europas und in großen Gebieten des asiatischen Teils Russlands sowie in süßwasserhaltigen Buchten der Ostsee. Fehlt auf der Pyrenäenhalbinsel, in Süditalien und Griechenland, Nordschottland und dem größten Skandinaviens.

Die Schmerle ist ein kleiner, lang gestreckter Fisch mit abgerundetem Kopf und rundem Körper. Sie wird manchmal mit dem Schlammpeitziger verwechselt, sie unterscheidet sich von diesem jedoch in der Farbe, Form der Schwanzflosse und vor allem durch die geringere Zahl an Barteln. Die Seiten sind mit kleinen, sich nicht überlappenden Schuppen bedeckt, Rücken und Bauch bleiben kahl. Der Rücken der Schmerle ist graubraun oder grünlich gefärbt, die Seiten sind gelbbraun mit einer unregelmäßigen dunklen Marmorierung. Grauweiß bis gelblich ist die Farbe der Bauchseite.

Schmerlen leben am Boden in der Strömung von Bächen, Flüssen und Durchflussteichen. Sie bevorzugen sandig – steinigen Grund, wo sie sich tagsüber unter Wurzeln und größeren Steinen oft in Grüppchen zu 3 – 5 Exemplaren verstecken. Wenn sie nicht gestört werden, bewegen sie sich nur sehr träge oder verharren sogar regungslos am Boden. In der Dämmerung und nachts werden sie aktiv.

Als Nahrung dienen ihnen kleine Bodentiere, besonders Zuckmückenlarven. Sie stürzen sich plötzlich aus ihren Verstecken auf die Beute und verschlingen sie gierig.

Mit einem Jahr sind die Schmerlen geschlechtsreif, fünf bis sieben Jahre werden sie alt. An beiden Geschlechtern erscheint in der Laichzeit an Rumpf und Flossen ein Laichausschlag (bei Männchen auch auf der Innenseite der Brust- und Bauchflossen). Von April bis Juli laichen sie 2- bis 3mal und legen ihre Euer dabei auf Wurzeln von Wasserpflanzen oder direkt auf den Gewässergrund ab.

Obwohl die Art relativ widerstandsfähig gegen organische Fremdstoffe im Wasser ist, so gehen ihre Bestände doch in den letzten Jahren an einer Reihe von Standorten zurück.

Schmerlen sind wichtige Futterfische für die Forellen, bisweilen nehmen sie Angler als Köder. Früher wurden sie oft in Butter gebraten gegessen.

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