Größe: 6 – 8 cm, max. 9 cm D XII – XIII 16 – 18; A II 18 – 19; 36 – 38 Wirbel Verbreitung: Westküste Europas ab Südengland, Mittelmeer und Schwarzes Meer.
Im Genick des Montagui-Schleimfisches befindet sich vom hinteren Augenrand beginnend ein länglicher Kamm, an dessen Anfang sich ein großer, meist dreieckiger Auswuchs befindet. In Richtung Rückenflosse setzen sich 3 – 9 fadenförmige, manchmal auch verzweigte Anhängsel fort. Am hinteren Ende der röhrenförmigen vorderen Nasenlöcher befinde sich ein kurzer an seiner Spitze verzweigter Fortsatz. Ein ähnlicher, noch kürzerer Fortsatz ist am Vorderrand der Nasenlöcher. Am Übergang zwischen Hart- und Weichstrahlen ist die Rückenflosse tief eingeschnitten. Die Hartstrahlen sind kürzer als die Weichstrahlen. Die Brustflossen reichen bis zum Ansatz der Afterflosse, bei Jungfischen sogar bis zu deren 10. – 12. Strahl. Am Oberkiefer stehen 55 – 65 Zähne, am Unterkiefer 35 – 45. Die Grundfarbe ist graugelb bis rotbraun mit zwei Reihen brauner Flecken, die sich in Grüppchen zu 2 – 3 oben und unten am Körper befinden. Der Kopfkamm ist oft blau, bläuliche Flecken sind über den Körper verteilt.
Seine Eier klebt der Montagiu-Schleimfisch an die Unterseite von Steinen oder in kleine Höhlen, das Männchen bewacht dann das Gelege. In der Laichzeit von April bis Juli lockt das Männchen hintereinander mehrere Weibchen zum Nest. Es schiebt sich dabei aus dem Nest, bewegt sich hin und her und stößt das sich nähernde Weibchen mit der Schnauze. Zeigt das Weibchen kein Interesse, verlässt das Männchen sein Nest ganz und bemüht sich, die Partnerin ins Nest zu locken. Diese legt sich im Nest auf den Bauch und legt ihre Eier auf die Unterseite eines Steines oder der Höhle. Erst dann werden sie vom Männchen befruchtet. Es beschützt sie bis zum Schlüpfen der Jungen, die pelagisch leben und bis zu 150 km vom Ufer entfernt gefunden werden. Die Nahrung dieser im ufernahen Litoral lebenden Schleimfische besteht aus planktischen Krustentieren.
Häufig kann man sie auch außerhalb des Wassers auf Steinen oder in Häfen auf Hafenanlagen beobachten.