Größe: 20 – 25 cm Fruchtbarkeit: 7000 – 22000 Eier D1 VI; D2 I 13 – 16; A I – II 11 – 16; l.l. 51 – 69 Verbreitung: im Schwarzen, Asowschen und Mittelmeer, das angrenzende Gebiet des Atlantischen Ozeans.
Die Schwarzkopfgrundel gehört zu den großen Meergrundeln. Ihr Kopf ist seitlich abgeflacht, Scheitel, Genick, Hals und Brustflossenbasis sind mit Cycloidschuppen bedeckt. Die Rückenflossen sind verhältnismäßig hoch, die zweite wird in Richtung Schwanz noch höher. Die aus den zusammengewachsenen Bauchflossen entstandene Saugplatte reicht nicht bis zur Afteröffnung. Die Kiefer sind fast oberständig, d. h. der Unterkiefer steht etwas vor. Die Grundfarbe ist graubraun, der Körper zeigt eine dunkelbraune Marmorierung. Rücken-, Schwanz- und Afterflosse tragen dunkelbraune Längsstreifen aus ineinanderlaufenden Flecken.
Schlangenkopfgrundeln leben im Schwarzen Meer an den Ufern der Krim, des Kaukasus, Bulgariens und Rumäniens, im Asowschen Meer, im Mittelmeer und in den angrenzenden Teilen des Atlantischen Ozeans. Sie kommen auch in den Deltas großer Flüsse die in diese Meere fließen, vor. Meist halten sie sich in den Beständen der Meeresalgen auf.
Sie laichen von März bis Juni je nach Wassertemperatur im Alter von zwei und mehr Jahren. Wie bei den anderen Meergrundeln baut das Männchen zuvor ein Nest aus Algenresten, in das 5 – 10 Weibchen ablaichen. Brut und Jungfische ernähren sich hauptsächlich von Plankton, erwachsene Exemplare leben räuberisch und jagen kleine Fische, z. B. Grundeln aus den Gattungen Pomatoschistus, Krustentiere und kleine Weichtiere.
Die wirtschaftliche Bedeutung der Schlangenkopfgrundeln ist gering. Sie werden nur gelegentlich dort gefischt, wo sie größere Populationen bilden.