Größe: 30 – 40 cm, max. 70 cm Gewicht: 1 – 2 kg Verbreitung: nicht alzu häufig in allen tropischen und subtropischen Meeren, vereinzelt im Mittelmeer und im Atlantischen Ozean bis zur englischen Küste.
Der Schiffshalter, ein mittelgroßer Meeresfisch, besitzt einen schlanken, lang gestreckten Körper mit einer charakteristischer Saugscheibe am Scheitel und Vorderrücken. Diese ist aus der ersten Rückenflosse entstanden und von ovaler Form. Die Flossenstrahlen wurden in 21 – 28 Querleisten umgewandelt, die an eine Jalousie erinnern.
Beim Anpressen der Leisten an einen Untergrund entsteht dort ein Unterdruck und der Fisch wird angesaugt und festgehalten. Das Ansaugen und Freiwerden der einzelnen Leisten wird durch Druckänderungen in den Hohlräumen unterhalb der Saugscheibe reguliert und ist vom Seitenlinienorgan beeinflusst.
Der Körper ist graubraun mit Streifen, die Bauchseite ist heller. Die Fische saugen sich an Haifischen, Rochen und anderen großen Fischarten, an Schildkröten, Walen und Schiffen fest und lassen sich von ihnen befördern.
Zuweilen entfernen sie die Parasiten ihres Gastgebers, sonst leben sie von den Nahrungsresten der großen Tiere sowie von Wirbellosen und kleinen Fischen. Gelangen sie in die Nähe eines Beutetieres, lassen sie rasch von ihrem Wirt ab und fallen darüber her.
Die Eier sind pelagisch, genaueres ist über ihre Vermehrung nicht bekannt.
Das recht fette Fleisch wird heute kaum noch gegessen, im Altertum war es hochgeschätzt. Den Schiffshaltern wurde früher nachgesagt, dass sie den Schiffskurs beeinflussen könnten und der Tod des römischen Kaisers Caligula wurde mit ihnen in Zusammenhang gebracht.