Größe: bis 220 cm, durchschnittlich 100 – 150 cm Gewicht: meist 15 – 25 kg, max. 70 kg Fruchtbarkeit: 20000 – 360000 Eier D 38 – 49; A 20 – 30 Verbreitung: Schwarzes und Kaspisches Meer mit Einzugsgebieten.
Die auffällig lange und schmale Schnauze dieses Störs macht zwei Drittel seiner gesamten Kopflänge aus. Die Unterlippe ist in zwei Hälften gespalten. Glatte Bartfäden setzen wie beim Gemeinen Stör näher zur Oberlippe als zur Schnauzenspitze an. Zwischen den Schildreihen bedecken die Seitenpartien winzige Sternplättchen. Rückenschilde sind 11 – 14 vorhanden, Seitenschilde 30 – 36 und Bauchschilde 10 – 11. Oberhalb der Seitenlinie und auf dem Rücken ist der Sternhausen schwarzbraun gefärbt, während der Bauch heller ist. Nach 10 Jahren erreichen die Tiere etwa einen Meter Länge.
Die Geschlechtsreife tritt mit 10 – 15 Jahren ein. Ähnlich wie beim Hausen ziehen die Frühjahrsformen von März bis Juni zu den Laichplätzen, die Herbstformen aber im Oktober und November. Letztere verbleiben den Winter über im Fluss und laichen im nächsten Frühjahr. Die befruchteten Eier kleben an Steinen fest, wo sie bei einer Wassertemperatur von 20°C nach fünf Tagen schlüpfen.
Sternhausen ernähren sich von Wirbellosen, aber auch von Fischen. Ähnlich wie die anderen Störe sind die Sternhausen stark ans Meer gebunden. Binnengewässer besuchen sie nur in der Laichzeit. Zwei oder drei Monate hält sich der Laich im Fluss auf und dann noch eine bestimmte Zeit in dessen Mündung.
Im Meer bevorzugen die Tiere wohl die gleichen Plätze wie der Gemeine Stör. Der Fang des Sternhausen geht ständig zurück. Trotzdem ist er einer der wichtigsten Störarten, die gefischt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging man zum Schutz der Laichplätze und Jungtiere über. Inzwischen hat er sich auch im Einzugsgebiet des Aralsees akklimatisiert.