Größe: 20 – 30 cm, max. 45 cm Gewicht: 0,5 – 1 kg, vereinzelt bis 1,5 kg Fruchtbarkeit: 50000 – 150000 Eier D 65 – 80; A 50 – 61; P 10 – 13; V 6 Verbreitung: im Atlantischen Ozean von dem Weißen Meer bis zum Golf von Biscaya, in der Nordsee und dem Westteil der Ostsee.
Die Kliesche ähnelt sehr den Arten der Gattung Pleuronectes. Wie bei diesen setzt die Rückenflosse über den Augen an. Jedoch ist die Seitenlinie über den Brustflossen stark halbkreisförmig gewölbt. Den Körper bedecken kleine, sich überlappende Schuppen, die am Oberkörper gesägt sind, so dass sich die haut rau anfasst. Auf der linken, unteren, augenlosen Seite ist die Haut nur am Körperrand rau. Die kräftigen Kiefer haben eine größere Anzahl Zähne. Meist ist die Oberseite braun bis graubraun gefärbt und mit unregelmäßigen, deutlich dunkleren Flecken versehen. Die Unterseite ist weiß, die unpaaren Flossen sind von unten grau.
Die Klieschen leben in der Küstenzone auf Sandboden, meist in einer Tiefe von 20 – 50 m. Kleinere Exemplare suchen gern flachere Stellen, ungefähr 2 – 25 m tief, af. Große Fische kommen, besonders im Winter, aber auch in Tiefen von 150 bis 200 m vor. Im Süden des Areals tritt die Geschlechtsreife im Alter von 1 – 3 Jahren bei den Männchen und 3 – 4 Jahren bei den Weibchen ein. Im Norden reifen die Fische 1 – 2 Jahre später. Sie erreichen ein Alter von 10 – 12 Jahren.
Die Fortpflanzung findet im Frühjahr und im Sommer, am häufigsten in einer Wassertiefe von 25 – 50 m statt, Eier und Larven sind pelagisch. Mit Erreichen einer Körperlänge von 13 – 18 mm wechseln die Jungfische auf das Leben am Boden um, wobei sie noch nicht ganz die asymmetrische Gestalt der erwachsenen Fische haben.
Gefischt werden die Klieschen vor allem mit Trawlnetzen und Ringwaden, trotz ihrer geringeren Größe werden sie auch häufig geangelt, da sie an der Küste leben und den Köder gern nehmen. Die Fänge bewegen sich im Bereich von 15 – 18 000 t jährlich, besonders zahlreich sind diese Schollen in der Nordsee.