Größe: 6 – 8 cm, in Ausnahmefällen bis 10 cm D1 VI; D2 I 9 – 11; A I 9 – 11; V 5 – 6 Verbreitung: Atlantikküste Europas von Nordnorwegen bis Gibraltar, Mittelmeer und Schwarzes Meer.
Die Sandgrundel ist ein kleiner schlanker Fisch, dessen Bauchflossen zu einer Saugscheibe verwachsen sind und an deren Vorderrand sich kurze, fingerartige Auswüchse befinden. Die Schuppen sind winzig und in der mittleren Schuppenreihe zählt man 58 – 70, dies ist bedeutend mehr als bei den verwandten Arten Strand- und Bändergrundel. Anders als bei diesen bedecken die Schuppen auch das Genick und die Brust. Die Grundfarbe des Körpers ist sandbraun mit einer Marmorierung aus dunklen Tupfen und sattelartigen Flecken auf dem Rücken. Über die Körpermitte zieht sich eine Reihe größerer Flecken, über beide Rückenflossen verlaufen 4 schmale, dunkle Schrägstreifen. Bei den Männchen befindet sich hinten auf der ersten Rückenflosse, vor allem in der Laichzeit, ein dunkelvioletter bis schwarzer Fleck mit hellem Rand.
Ähnlich wie die Strandgrundeln kommen die Sandgrundeln auch im Süßwasser des Flussdeltas vor. Meist leben sie jedoch im Meer nahe der Küste 5 – 12 m tief, vereinzelt auch über 100 m tief, bis 100 m vom Ufer entfernt. Sie schwimmen in mehr oder weniger großen Schwärmen dicht über dem Boden, im Winter zeihen sie sich in größere Tiefen zurück.
Das Laichen findet von März bis Juli in Tiefen bis 40 m statt. Die Weibchen legen ihre Eier auf Steinen oder Algen ab, häufig auch in Weichtierschalen. Meist laichen sie in 3 – 4 Schüben. Das Gelege und die Larven werden vom Männchen bewacht. Bis zu einer Länge von 17 mm leben die Larven im freien Wasser. Die 2- 3 Jahre alt werdenden Sandgrundeln sind mit einem Jahr laichreif.
Überwiegend leben sie von kleinen Krustentieren, selbst werden sie von größeren Fischen gefressen.